Zerstörungen nach Erdbeben in Albanien | Bildquelle: REUTERS

Zahlreiche Gebäude eingestürzt Tote bei Erdbeben in Albanien

Stand: 26.11.2019 18:54 Uhr

Das wohl schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten in Albanien hat am frühen Morgen die Westküste des Balkanstaats erschüttert. Mindestens 23 Menschen kamen ums Leben. Mehr als 600 Menschen wurden verletzt, zahlreiche Gebäude stürzten ein.

Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 6,4 in Albanien sind in den frühen Morgenstunden mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Nach offiziellen Angaben wurden mindestens 600 Menschen verletzt. Es wird erwartet, dass die Zahlen noch steigen werden. Das Epizentrum lag nach albanischen Angaben 30 Kilometer westlich von Tirana in zehn Kilometer Tiefe im Adriatischen Meer.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sprach von "erheblichen Schäden". Von Anwohnern gepostete Videos im Internet zeigten eingestürzte Gebäude in der Küstenstadt Durres. Dort brach nach Angaben des Verteidigungsministeriums auch ein dreistöckiges Hotel zusammen. Menschen seien in Panik aus ihren Häusern gelaufen, hieß es. Ein Mann kam ums Leben, als er in Kurbin im Nordwesten des Landes in Panik aus einem Gebäude sprang.

15 Tote und hunderte Verletzte bei Erdbeben in Albanien
tagesschau 20:00 Uhr, 26.11.2019, Christian Limpert, ARD Wien

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Erschütterungen auf gesamter Balkanhalbinsel spürbar

Das Erdbeben und einige kleinere Nachbeben waren örtlichen Medien zufolge auf der gesamten Balkanhalbinsel zu spüren, unter anderem im benachbarten Kosovo, in Süditalien und in der fast 700 Kilometer entfernten serbischen Stadt Novi Sad.

In Bosnien-Herzegowina kam es am Vormittag zu einem Erdbeben der Stärke 5,4. Das Epizentrum lag etwa 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Sarajevo, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Über Schäden ist bisher nichts bekannt.

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Schweres Erdbeben in Albanien

Trümmer eines Hauses liegen auf einem Pkw

Das wohl schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten in Albanien hat am frühen Morgen die Westküste des Balkanstaats erschüttert. | Bildquelle: AP

Internationale Hilfe zugesagt

Albaniens Präsident Ilir Meta bezeichnete die Lage in den betroffenen Gebieten als "dramatisch". Es werde alles unternommen, um die Menschen aus den Trümmern zu holen, sagte er.

Regierungschef Edi Rama sagte, alle Behörden seien alarmiert und arbeiteten intensiv daran, in Durres und Thumane Menschenleben zu retten. Er bat darum, die Ruhe zu bewahren und zusammenzuhalten. Die EU-Kommission teilte mit, Such- und Rettungsmannschaften aus Italien, Griechenland und Ungarn seien bereits auf dem Weg nach Albanien. Auch das Kosovo schickte eine Notfallteam. Deutschland , Kroatien, Frankreich und die Türkei haben Hilfe angeboten. Ein Katastrophenschutzteam der EU soll die albanischen Behörden bei der Koordinierung der Hilfe unterstützen. Zur Beurteilung der Schäden werden zudem Satellitenbilder des Copernicus-Dienstes genutzt.

Der Mittelmeerraum gehört zu den aktivsten Erdbebenregionen Europas. Albanien ist dort eines von vielen Küstenländern und hat knapp drei Millionen Einwohner. Bei einer Serie schwächerer Erdbeben in Albanien waren im September mehr als 100 Menschen verletzt und Hunderte Gebäude beschädigt worden. Die Angaben zur Stärke dieser Beben lagen zwischen 4,4 und 5,8. Das Verteidigungsministerium sprach damals vom schwersten Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten. Es war auch in den Nachbarländern Montenegro und Nordmazedonien zu spüren gewesen.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 26. November 2019 um 08:00 Uhr.

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