Mitglieder des New York City Fire Department trauern um die Opfer des 11. September 2001 | Bildquelle: REUTERS

9/11-Gedenken "Es hört nie auf"

Stand: 11.09.2019 19:56 Uhr

Für einen Moment steht New York still: Mit Schweigeminute und Glockengeläut wurde der Opfer der Terroranschläge vom 11. September gedacht. Für viele Angehörige ist der Schmerz auch nach 18 Jahren kaum zu ertragen.

Von Peter Mücke, ARD-Studio New York

Um 8.46 Uhr Ortszeit hielt die sonst so rastlose Stadt inne. Vor 18 Jahren schlug genau zu diesem Zeitpunkt die erste der entführten Passagiermaschinen in den Nordturm des World Trade Centers in New York ein. Danach war die Welt nicht mehr die, die sie vorher war. Vor allem für die vielen Menschen, die bei den Anschlägen einen Angehörigen verloren.

18 Jahre nach 9/11: Ersthelfer leiden unter Spätfolgen des Terroranschlags
tagesthemen 22:15 Uhr, 11.09.2019, Stefanie Dodt, ARD New York

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"Als wäre es gestern gewesen"

"Es ist schrecklich bis heute. Es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen. Diese Trauer, das Loch in meinem Herzen, das eher größer wird. Es hört nie auf", sagt eine Frau, die vor 18 Jahren ihren Ehemann verloren hat. Eine andere, deren Schwägerin im World Trade Center ums Leben kam, drückt es so aus. "Jedes Mal zum Jahrestag fühlt es sich an, als würde die Wunde vom 11. September 2001 wieder aufgerissen und alles würde von vorne losgehen."

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Die Anschläge vom 11. September 2001

Eine Chronologie des 11. September in Bildern

Anschläge New York

Ein Tag, der die Welt veränderte: Um 14.57 Uhr (mitteleuropäische Zeit) geht am 11. September 2001 eine erste Eilmeldung ein: "Flugzeug auf World Trade Center gestürzt", berichtet der deutsche Dienst der Nachrichtenagentur Associated Press - elf Minuten nach dem Einschlag.

Auch in diesem Jahr versammelten sich wieder viele Angehörige - dort wo bis vor 18 Jahren das World Trade Center stand und heute eine Gedenkstätte und ein Museum an die Anschläge erinnern.

Fast 3000 Menschen kamen damals ums Leben. Und der Name jedes Einzelnen wird heute verlesen von Angehörigen, die meist auch noch einige persönliche Worte sprechen:

"Wir denken an unseren geliebten Cousin sowie wir an alle Opfer von damals und ihre Familien denken. Aber lasst uns nicht die vielen Helfer vergessen, die nach dem 11. September 2001 gestorben sind. Und lasst uns auch für diejenigen beten, die durch ihren Einsatz am Ground Zero krank geworden sind oder noch krank werden."

Zehntausende erkrankt

Fast 2400 Menschen starben inzwischen an den Spätfolgen. Zehntausende sind erkrankt, weil sie bei den Aufräumarbeiten giftigem Staub ausgesetzt waren. Viele von ihnen werden vorzeitig sterben. Lange war unklar, wer für die medizinische Behandlung und die finanzielle Entschädigung dieser Menschen aufkommen wird. Erst vor einigen Wochen entschied der US-Kongress, den Hilfsfonds dauerhaft mit Geld auszustatten.

Mit Glockenschlägen und Schweigeminuten wurde heute auch an die Momente erinnert, an denen die Türme des World Trade Centers einstürzten und viele Menschen mit in den Tod rissen. Auch den Vater von Fallon Halloren, den sie nie kennenlernte. Ihre Mutter war damals im vierten Monat schwanger mit ihr. "Ich denke natürlich darüber nach, was ich alles mit ihm nicht erleben konnte. Wie mein Leben anders verlaufen wäre, wenn er bei mir gewesen wäre. Und ich denke auch darüber nach, dass ich selbst eine andere Persönlichkeit wäre. Denn ich bin schon sehr geprägt von dem, was damals passiert ist."

Erinnern an 9/11 - Gedenkzeremonie am Ground Zero
Peter Mücke, ARD New York
11.09.2019 18:54 Uhr

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Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 11. September 2019 um 21:08 Uhr.

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