Zerstörter Reisebus | Bildquelle: dpa

Reisebus aus Köln 13 Verletzte bei Busunfall in der Schweiz

Stand: 14.10.2018 15:58 Uhr

Auf dem Weg nach Italien ist ein Reisebus aus Köln im Kanton Tessin verunglückt. 13 Personen wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Offenbar rammte der Bus einen Pfosten.

Bei einem schweren Unglück mit einem Reisebus aus der Region Köln sind in der Schweiz 13 Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Laut Polizei im Kanton Tessin waren in dem Bus insgesamt 25 Insassen. Zwei von ihnen seien zudem später mit leichten Blessuren in ärztliche Behandlung gekommen.

Die zehn Unverletzten wurden zunächst in einer Einrichtung des Zivilschutzes betreut. Der Fahrer war nach Angaben der Polizei unter den Schwerverletzten. An eine Vernehmung sei vorerst nicht zu denken.

Zerstörter Reisebus | Bildquelle: dpa
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Die Fahrerkabine des Reisebusses ist schwer beschädigt.

Der Bus sei in Richtung Süden auf dem Weg nach Assisi gewesen. Er sei am Samstagabend gegen 22 Uhr mit den Passagieren und zwei Fahrern in Köln aufgebrochen, sagte Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristik Verband RDA, der für das betroffene Unternehmen die Notfall-Koordination übernahm. Nach seinen Worten wollte die Reisegruppe mehrere Tage in Italien verbringen. Die Schweizer Polizei sprach von einer Gruppe junger Leute, etwa 16 bis 23 Jahre alt.

Bus rammte offenbar einen Pfosten

Der Unfall passierte auf der Autobahn A2 in der Nähe von Sigirino im Kanton Tessin östlich des Sees Lago Maggiore, vor dem Ceneri-Tunnel. Nach ersten Erkenntnissen rammte der Bus offenbar einen Pfosten. Auf Fotos ist neben dem Reisebus der Pfosten einer Anlage mit Verkehrsschildern zu sehen, die sich über die Fahrbahnen spannt.

Es dauerte nach Angaben der Polizei mehrere Stunden, um alle Verletzten zu befreien. Die Autobahn blieb in Richtung Süden stundenlang gesperrt. Zahlreiche Krankenwagen, Feuerwehrautos, Notärzte und Sanitäter waren im Einsatz. Der für Justiz und Polizei im Kanton Tessin zuständige Regierungsrat Norman Gobbi lobte die Rettungskräfte im Kurznachrichtendienst Twitter: "Dank an alle, von den ersten Einsatztruppen bis zum Katastrophenschutz- und Pflegeteam."

Anmerkung: In einer früheren Version der Meldung stand, die Unfallstelle sei westlich des Lago Maggiore. Sie befindet sich jedoch östlich des Sees.

Mehrere Verletzte bei Unglück mit deutschem Reisebus in der Schweiz
Christoph Ebner, ARD Zürich
14.10.2018 13:59 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Oktober 2018 um 13:15 Uhr.

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