Mette Frederiksen | Bildquelle: dpa

Dänemark Frederiksen führt Minderheitsregierung

Stand: 26.06.2019 12:02 Uhr

Dänemark bekommt eine sozialdemokratische Minderheitsregierung unter der Führung der designierten Ministerpräsidentin Frederiksen. Ihr Vorgänger Rasmussen kritisiert das Bündnis aus linken Parteien heftig.

Die Sozialdemokratin und designierte Ministerpräsidentin Dänemarks, Mette Frederiksen, hat nach fast dreiwöchigen Verhandlungen ein Regierungsabkommen erzielt. Sie einigte sie sich mit den weiteren Parteien des linksgerichteten Lagers - dem sogenannten roten Block - auf eine Minderheitsregierung.

Sozialdemokraten stärkste Kraft

"Jetzt sind wir am Ziel", sagte sie. Eine "neue Mehrheit" werde jetzt die Hoffnungen der Dänen in Taten umsetzen. Die Sozialdemokraten waren bei der Parlamentswahl am 5. Juni als stärkste Kraft hervorgegangen, das linke Lager insgesamt kam auf eine knappe absolute Mehrheit.

Königin Margrethe II. beauftragte Frederiksen daraufhin mit der Regierungsbildung. Die sozialdemokratische Regierung folgt auf die rechtsgerichtete Regierung des Liberalen Lars Løkke Rasmussen.

Rasmussen kritisiert neue Regierung

Der bisherige dänische Premierminister Rasmussen will noch heute zurücktreten. | Bildquelle: AP
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Lars Løkke Rasmussen

Der scheidende Regierungschef Rasmussen kritisierte die Einigung Frederiksens. Besonders an der aus seiner Sicht unklaren Finanzierung der Vorhaben des linksgerichteten Lagers nahm er Anstoß.

"Viel Glück mit der Vereinbarung. Aber 20-tägige Verhandlungen für einen rot-grünen Wunschzettel? Haben die nicht vergessen, darüber zu sprechen, wie die Rechnung bezahlt werden soll?", fragte er auf Twitter. "Viele Visionen, aber leider nicht finanziert und unkonkret."

Dänemark wird wieder rot
Carsten Schmiester, ARD Stockholm
26.06.2019 11:49 Uhr

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Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 26. Juni 2019 um 07:00 Uhr.

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