Das Logo des Unternehmens CureVac mit dem Slogan "the RNA people" steht an der Unternehmenszentrale. | dpa

Corona-Impfstoff EMA startet Prüfverfahren für CureVac

Stand: 12.02.2021 13:26 Uhr

Die vorläufigen Ergebnisse des Tübinger Impfstoff-Herstellers CureVac haben die EU-Arzneimittelagentur EMA offenbar überzeugt: Die Behörde hat das beschleunigte Prüfverfahren für das Vakzin gestartet.

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat das schnelle Prüfverfahren für den Impfstoffkandidaten des Tübinger Herstellers CureVac gestartet. Das teilte die Behörde mit. Die Entscheidung beruhe auf den vorläufigen Ergebnissen von Labortests und klinischen Studien, so die EMA. Daraus werde deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anregt.

Wie CureVac mitteilte, hat die Firma die ersten Datenpakete bei der europäischen Arzneimittelagentur EMA bereits eingereicht. Damit hat das sogenannte Rolling-Review-Verfahren für den Wirkstoff begonnen. Bei dem beschleunigten rollierenden Zulassungsverfahren werden Daten und Ergebnisse laufend geprüft, auch wenn die Testreihen noch nicht abgeschlossen sind und auch kein Antrag auf Zulassung in der EU gestellt wurde.

Das Verfahren sei schneller als herkömmliche Prüfungen, aber ebenso sorgfältig, erklärte die EMA. Wie lange die Prüfung dauern wird, ist unklar.

Entscheidende Studie im Dezember gestartet

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüßte die Neuigkeiten. Dies werde die Zulassung eines weiteren Impfstoffs beschleunigen, schrieb sie auf Twitter. Sobald genug Beweise für die Wirksamkeit des Impfstoffes vorliegen, kann der Hersteller die Marktzulassung in der EU beantragen. Die Experten der EMA geben dazu eine Empfehlung ab, formal entscheidet dann die EU-Kommission.

CureVac hatte im Juni 2020 mit der klinischen Prüfung seines Wirkstoffs begonnen. Die entscheidende Studie der sogenannten Phase drei startete im Dezember vergangenen Jahres. Laut ersten Zwischenergebnissen weist der CureVac-Kandidat eine hohe Wirksamkeit auf.

Bisher drei Impfstoffe in der EU zugelassen

In der EU sind bislang drei Impfstoffe gegen Corona zugelassen und werden bereits eingesetzt. Dabei handelt es sich um das Vakzin des Mainzer Pharmaunternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer, das Präparat des US-Unternehmens Moderna und um den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca sowie der Universität Oxford.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. Februar 2021 um 17:05 Uhr.

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