Autofahrer stehen mit ihren Fahrzeugen an einer Teststation in Südkorea, einer sogenannten "Drive-Through"-Einrichtung, für einen Test auf den neuen Coronavirus an. | Bildquelle: dpa

Corona-Ausbreitung Südkorea an einem kritischen Punkt

Stand: 29.02.2020 09:27 Uhr

Gut 800 neue Fälle - Südkorea hat neben China am stärksten mit dem Coronavirus zu kämpfen. Eine Sekte bereitet den Behörden dabei besonders Sorgen. Für Schnelltests wurden nun "Corona-Drive-Ins" eingerichtet.

Von Kathrin Erdmann, ARD-Studio Ostasien

Der rasante Anstieg von Infektionen vor allem bei einer christlichen Sekte hat in Südkorea eine beispiellose Testwelle nach sich gezogen. Innerhalb von wenigen Tagen wurden nach Regierungsangaben fast 90 Prozent der rund 220.000 Mitglieder zählenden Sekte zu ihrer Gesundheitssituation befragt und mehr als 3000 Mitglieder auf das Coronavirus getestet.

Rund um das Krankenhaus in der Stadt Daegu, in der es die meisten Fälle gibt, wurden Container aufgebaut, um schnellstmöglich Patienten zu untersuchen und zu behandeln.

Coronavirus: Gefahr weltweiter Ausbreitung steigt
tagesschau 08:50 Uhr, 29.02.2020

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"Corona-Drive-Ins" eingerichtet

Die südkoreanische Regierung rechnet in den kommenden Tagen mit weiter steigenden Zahlen, weil vor allem innerhalb der christlichen Sekte weiter getestet wird. Ein Sektenmitglied gilt als Ausgangspunkt für die Epidemie innerhalb der Gemeinde. Durch verschiedene von Schülern und Studierenden entwickelte Grafiken lässt sich genau erkennen, wann sie wo mit wem in Kontakt waren.

Parallel dazu haben mehrere Städte sogenannte Corona-Drive-Ins eingerichtet. Im Schnellverfahren können Autofahrer sich dort kurz durchchecken lassen ohne aussteigen zu müssen. Das Ergebnis des kostenlosen Tests erhalten sie zwei Tage später per SMS. Bis dahin sollen diese Personen zu Hause isoliert bleiben.

Soldaten der südkoreanischen Armee tragen Schutzkleidung und versprühen Desinfektionsmittel am südkoreanischen Bahnhof Dongdaegu. | Bildquelle: dpa
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Am südkoreanischen Bahnhof Dongdaegu versprühen Soldaten der südkoreanischen Armee Desinfektionsmittel.

Japan diskutiert über Kosten für Tests

Im Gegenteil zu Südkorea, das versucht transparent und schnell zu handeln, wirkt Japan wie ein langsam plätschernder Fluss. Die Infektionszahlen liegen unter 300 Menschen, es wird aber auch kaum getestet, eine einheitliche Strategie fehlt - stattdessen wird darüber beraten, wie viel Patienten selbst für einen Virustest aufbringen sollen.

Coronavirus: Anstieg der Infektionen in Südkorea und Japan
Kathrin Erdmann, ARD Tokio
29.02.2020 10:38 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. Februar 2020 um 08:50 Uhr.

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