Sicherheitsbeamte in Peking | Bildquelle: dpa

Coronavirus Mehr als 900 Tote in China

Stand: 10.02.2020 03:47 Uhr

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Nach Angaben der Regierung stieg die Zahl der Todesfälle in China auf mehr als 900. Infiziert sind demnach mehr als 40.000 Menschen. WHO-Experten brachen unterdessen nach China auf.

In China sind inzwischen mehr als 900 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der in Festlandchina registrierten Krankheitsfälle stieg ebenfalls weiter deutlich an und liegt nun bei mehr als 40.000, wie die chinesische Regierung mitteilte. 

Nach diesen Angaben starben seit gestern weitere 97 Menschen an den Folgen der Infektion. Allein 91 neue Todesfälle wurden in der Provinz Hubei verzeichnet, dem Zentrum der Epidemie. Die offizielle Gesamtzahl der Todesopfer der Epidemie in Festlandchina stieg damit auf 908. Hinzu kommen zwei weitere Verstorbene in Hongkong und auf den Philippinen. Bereits am Wochenende hatte die Zahl der Todesopfer jene der Sars-Epidemie der Jahre 2002 und 2003 überschritten.

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Jährlich erkranken weltweit zwischen drei und fünf Millionen Menschen an der saisonalen Grippe.

Die Zahl der in Festlandchina registrierten Krankheitsfälle durch das Virus stieg nach Angaben der Regierung um mehr als 3000 weitere Fälle. Die Gesamtzahl der Erkrankten gab der Gesundheitsausschuss der Regierung mit 40.171 an. 

WHO-Experten auf dem Weg nach China

Eine Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) brach unterdessen nach China auf. Sie solle bei der Erforschung der Virusepidemie helfen, teilt die WHO mit.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurden etwa 6200 medizinische Fachkräfte mit 47 Charterflügen in die Stadt gebracht. Dies sei der vom Umfang her größte Transport medizinischen Personals seit Ausbruch der neuartigen Lungenerkrankung. 

Milliardenhilfe der Zentralbank

Die chinesische Zentralbank kündigte an, den Kampf gegen die Epidemie mit umgerechnet rund 39 Milliarden Euro zu unterstützen. Unternehmen, die zur Prävention und Eindämmung der Krankheit beitragen, sollen demnach mit Krediten unterstützt werden. Das Geld fließt an landesweit tätige Banken und kleinere Geldinstitute in zehn Provinzen und Städten, die dann über die Vergabe der Darlehen entscheiden sollen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Februar 2020 um 01:23 Uhr und 04:48 Uhr.

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