Hillary Clinton auf Wahlkampftour

Bericht zur E-Mail-Affäre Rüge für Hillary

Stand: 25.05.2016 08:12 Uhr

Hillary Clinton wird ihre E-Mail-Affäre nicht los. Mit der Nutzung eines privaten E-Mail-Servers in ihrer Zeit als Außenministerin hat sie gegen interne Vorschriften des Ministeriums verstoßen, heißt es nun in einem offiziellen Bericht des Ministeriums.

Von Rolf Büllmann, ARD-Hörfunkstudio Washington

Das Urteil ist eindeutig: Hillary Clinton hat einer internen Untersuchung des US-Außenministeriums zufolge gegen die Regeln verstoßen, als sie in ihrer Zeit als Außenministerin einen privaten E-Mail-Server genutzt hat. Clinton hätte alle dienstlichen Mails an ihren privaten Account ausdrucken und ablegen müssen, heißt es in dem Bericht. Oder sie hätte zumindest sämtliche Dienst-E-Mails übergeben müssen, als sie aus dem Amt geschieden ist. Dass sie das nicht getan hat, sei ein Verstoß gegen die Regeln, die laut Bundesgesetzen gelten.

Reine Bequemlichkeit

Weder Clinton selber noch ihre ehemaligen Stellvertreter kooperierten bei der Untersuchung. Clinton sagte immer wieder, sie habe nichts Illegales getan und nur aus Bequemlichkeit einen privaten Mail-Server genutzt.

Außerdem verweist sie darauf, dass sie Ende 2014 mehr als 30.000 Mails ans Außenministerium übergeben hat. Kritiker monieren allerdings, dass sie zuvor etwa genauso viele E-Mails gelöscht hat - Nachrichten, von denen sie behauptet, sie seien rein privater Natur gewesen. Das könne jetzt niemand mehr nachprüfen, sagen die Republikaner. Mit dem jetzt vorgelegten Bericht steht fest, dass die E-Mail-Affäre im Wahlkampf weiter eine große Rolle spielen wird.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Mai 2016 um 09:00 Uhr.

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