Karte: Südchinesisches Meer

Südchinesisches Meer China verurteilt Manöver von US-Schiffen

Stand: 28.05.2018 05:34 Uhr

Die chinesische Regierung hat ein Seemanöver der USA im Südchinesischen Meer als "Provokation" bezeichnet. Die USA sehen keinen Rechtsbruch - doch der Konflikt in der Region spitzt sich zu.

Im Streit um Territorien im Südchinesischen Meer hat China die Operation zweier US-Kriegsschiffe in den Gewässern scharf kritisiert. Das Eindringen in die Hoheitsgewässer sei eine "Provokation"​ und verletze ernsthaft Chinas Souveränität, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua einen Sprecher des Pekinger Verteidigungsministeriums. China werde die Kampfbereitschaft seiner Marine- und Luftstreitkräfte stärken und seine Verteidigungsfähigkeit verbessern.

Zuvor hatten mehrere US-Medien berichtet, dass der Zerstörer "Higgins" und der Lenkwaffenkreuzer "Antietam" Gewässer in der Nähe der Paracel-Inseln durchquert hätten und auch durch deren Zwölf-Meilen-Zone gefahren seien. Während China solche Manöver als illegal bezeichnet, sehen die USA keinen Rechtsbruch. 

"Zunehmende Militarisierung der Region"

Der Konflikt hatte sich zuletzt wieder verschärft, weil China nach US-Angaben in einem anderen Teil des Südchinesischen Meeres, auf den künstlich ausgebauten Riffen der Spratly-Inseln, Raketen und Marschflugkörper stationiert hatte. Die USA und Chinas Nachbarn, die ebenfalls Ansprüche auf die strategisch wichtigen Gewässern erheben, werfen Peking eine zunehmende Militarisierung der Region vor. 

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