Eine Krankenschwester hält ein chinesisches Neugeborenes. | Bildquelle: AFP

Geburtenrate rückläufig Nachwuchssorgen in China

Stand: 21.01.2019 11:56 Uhr

Trotz Abschaffung der Ein-Kind-Politik ist die Geburtenrate in China vergangenes Jahr gefallen. Die Quote fiel auf den tiefsten Stand seit 1949. Die Volksrepublik hat Sorge vor einem Arbeitskräftemangel.

Chinas Geburtenrate ist auf den tiefsten Stand seit 70 Jahren gefallen. Sie lag im vergangenen Jahr nach Angaben der Regierung in Peking nur noch bei 10,94 Babys pro 1000 Einwohnern.

Damit wurden mit 15,23 Millionen Babys zwei Millionen weniger geboren als noch 2017 - obwohl die chinesische Regierung ihre restriktive Geburtenpolitik gelockert hatte.

Reisende an einem Bahnhof in China | Bildquelle: AFP
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In China leben fast 900 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 16 und 59 Jahren.

Sorge vor Arbeitskräftemangel

Seit 2016 erlaubt China wieder zwei Kinder pro Paar - aus Sorge vor einer alternden Bevölkerung und dem damit verbundenen Arbeitskräftemangel.

Allerdings stieg die Geburtenrate seither nicht wie erwartet, weshalb immer wieder über eine völlige Aufhebung der staatlich verordneten Familienplanung spekuliert wird.

Indien könnte China überholen

Eine regierungsnahe Denkfabrik in China warnte im Januar, dass die Einwohnerzahl des Landes mit seinen rund 1,4 Milliarden Menschen schon 2027 sinken könnte.

Damit dürfte Indien China als bevölkerungsreichstes Land der Welt bald überholen. In Indien lebten 2018 rund 1,34 Milliarden Menschen - die Geburtenrate dort ist aber wesentlich höher als in China.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Januar 2019 um 12:30 Uhr und am 18. Dezember 2018 um 09:53 Uhr.

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