Abgebrannte Wälder in Wallabi Point, Australien | Bildquelle: Adam Stevenson/via REUTERS

Buschbrände in Australien Vier Tote - zwei Festnahmen

Stand: 14.11.2019 08:15 Uhr

Tausende Quadratkilometer in Flammen, anhaltende Hitze und mehrere Tote: Die Buschbrände treffen Australien dieses Mal besonders hart - einige sollen absichtlich gelegt worden sein. Es gab zwei Festnahmen.

Die Zahl der Todesopfer durch die verheerenden Buschbrände in Australien ist auf vier gestiegen. Bei Löscharbeiten in Kempsey im Bundesstaat New South Wales sei die Leiche eines Mannes entdeckt worden, der seit einigen Tag als vermisst galt, teilte die Polizei mit.

Die Behörden gehen davon aus, dass einige der Brände absichtlich gelegt wurden. Zwei mutmaßliche Brandstifter wurden inzwischen festgenommen, einer knapp 80 Kilometer südlich von Sydney. Einsatzkräfte seien auf den 20-Jährigen aufmerksam geworden, als sie einen Gleitschirmflieger aus einem Baum retteten, teilte die Polizei mit. Das von dem Mann gelegte Feuer konnte umgehend gelöscht werden, da die Flammen nur einen kleinen Bereich erfasst hatten.

Eine Frau und ihre Tochter beobachten die Flammen der Buschbrände bei Coffs Harbour, Australien | Bildquelle: REUTERS
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Tausende Menschen sind von den Bränden betroffen, viele mussten ihre Häuser verlassen.

Ein weiterer mutmaßlicher Brandstifter sei gefasst worden, nachdem die Besatzung eines Armeehubschraubers verdächtiges Benehmen im Royal National Park bei Sydney beobachtet hatte. Die Soldaten unterstützten die Polizei bei der Suche nach dem Mann, der sich vor den Beamten versteckt hatte, berichtete der "Daily Telegraph".

Warnung vor schlechten Wetterverhältnissen

Die Flammen haben in New South Wales und im benachbarten Queensland bereits mehrere Tausend Quadratkilometer Buschland erfasst. Beide Regionen hatten Anfang der Woche den Notstand ausgerufen, die Feuerwehr kann dadurch effektiver und schneller auf staatliche Ressourcen zugreifen. An Teilen der auch bei Touristen beliebten Ostküste wurden gestern Evakuierungen angeordnet.

Der Vize-Chef der Feuerwehr, Rob Rogers, warnte vor einer Verschlechterung der Wetterverhältnisse: Trockenheit, ein erwarteter Temperaturanstieg am Wochenende und neue Böen könnten die Flammen anfachen. Einsatzkräfte bräuchten daher einen langen Atem, sagte Rogers.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. November 2019 um 04:00 Uhr in den Nachrichten.

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