Zeichnung von Cesar S. bei einem Gerichtstermin | Bildquelle: REUTERS

US-Gerichtstermin Mutmaßlicher Briefbomber beteuert Unschuld

Stand: 16.11.2018 00:28 Uhr

Cesar S. soll im Oktober Briefbomben an 13 erklärte Gegner von US-Präsident Trump verschickt haben. Bei einem Gerichtstermin plädierte er auf unschuldig. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Der wegen des Versendens von Briefbomben an Kritiker von US-Präsident Donald Trump angeklagte Cesar S. hat auf unschuldig plädiert. Bei einer Anhörung vor einem New Yorker Gericht setzte der Richter den Beginn des Prozesses für Juli 2019 fest. Zur Begründung hieß es, der Fall sei außergewöhnlich komplex und bedürfe daher entsprechender Vorbereitung.

Briefbomben an Gegner des Präsidenten

Der 56-jährige frühere Pizzabote und Trump-Anhänger war im Oktober festgenommen worden. Er soll 16 Briefe mit Sprengsätzen an 13 prominente Kritiker des Präsidenten verschickt haben. Zu den Adressaten der potenziell gefährlichen Sendungen gehörten der frühere Präsident Barack Obama, Ex-Vizepräsident Joe Biden, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, der Fernsehsender CNN, der Multimilliardär George Soros und der Schauspieler Robert De Niro. Keiner der Sprengsätze detonierte.

Insgesamt ist er in 30 Punkten angeklagt - unter anderem wegen des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen sowie des Gebrauchs eines "zerstörerischen Geräts" für eine Gewalttat. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Ein FBI-Beamter bereitet den Van des Verdächtigen für den Transport vor. | Bildquelle: AFP
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In diesem Lieferwagen lebte der Angeklagte zum Zeitpunkt seiner Festnahme.

Überzeugter Trump-Anhänger

Der Angeklagte ist Mitglied der Republikaner und nahm in der Vergangenheit an Wahlkampfveranstaltungen von Trump teil. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme in Florida lebte er in einem Lieferwagen, der mit pro-Trump-Stickern beklebt war.

Die Briefbomben hatten vor den Kongresswahlen eine landesweite Diskussion über Trumps aggressive Rhetorik angeheizt. Viele Kritiker werfen dem Präsidenten vor, den Boden für politische Gewalt zu bereiten.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 16. November 2018 um 00:39 Uhr.

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