Überschwemmung in Bahia | AFP

Brasilien Überschwemmungen in Bahia

Stand: 27.12.2021 04:28 Uhr

Im Nordosten Brasiliens sind am Sonntag zwei Dämme gebrochen. Die Region leidet seit Wochen unter Unwettern. Fast 20.000 Menschen haben seitdem ihre Unterkunft verloren. Es gab mehrere Tote.

Nach langem, starken Regen haben im brasilianischen Bundesstaat Bahia nach Angaben des Gouverneurs rund 60 Orte am Sonntag unter Wasser gestanden. Zwei Staudämme brachen am Wochenende, wie die Verwaltungen der betroffenen Gemeinden im Osten des Landes mitteilten. Sie riefen in sozialen Medien die Bewohner um die Dämme auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Bereits zuvor hatten heftige Regenfälle in der Region Tausende Bewohner in die Flucht getrieben. Die Regierung des Bundesstaats Bahia teilte mit, seit Anfang November seien 18 Menschen bei Überschwemmungen ums Leben gekommen. Zwei würden noch vermisst. Mehr als 16.000 Menschen seien obdachlos geworden, 19.500 seien von der Flut vertrieben worden.

Behörden versuchen Hilfsgüter zu verteilen

Gouverneur Rui Costa sagte, einige Menschen seien von Hausdächern gerettet worden. Die Behörden versuchten, Nahrung, Matratzen und warme Sachen zu verteilen.

Die Überschwemmungen wecken Erinnerungen an eine Staudamm-Katastrophe im brasilianischen Brumadinho. Dort waren Anfang 2019 mindestens 260 Menschen von einer Schlammlawine getötet worden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Dezember 2021 um 02:00 Uhr und 04:00 Uhr in den Nachrichten.