Frauen marschieren im Protest gegen den rechtsextreme Präsidentschaftskandidat Bolsonaro. | Bildquelle: dpa

Protest in Brasilien Hunderttausende gegen Bolsonaro

Stand: 30.09.2018 10:19 Uhr

Drei Wochen nach dem Messerangriff auf ihn hat der brasilianische Präsidentschaftskandidat Bolsonaro das Krankenhaus verlassen. Zeitgleich demonstrierten Hunderttausende Menschen gegen ihn - vor allem Frauen.

In allen großen Städten Brasiliens haben am Samstag Menschen gegen den Präsidentschaftskandidaten Jair Bolsonaro demonstriert. Die größten Kundgebungen gab es in den Metropolen Rio de Janeiro und São Paulo, wo die Organisatoren von mehr als 200.000 Teilnehmern sprachen. Unter dem Motto "Ele Não - Er nicht" hatten Frauengruppen in den sozialen Netzwerken zum Protest aufgerufen - auch deshalb beteiligten sich viele Frauen an den Demonstrationen.

Entweder wir schließen uns jetzt zusammen und kämpfen oder wir werden späte zusammen trauern", sagte Ludimilla Teixeira, die den Protestzug in Rio de Janeiro mitorganisiert hatte. "Wir dürfen nicht erlauben, dass Faschismus in Brasilien voranschreitet."

Massenprotest gegen rechtspopulistischen Kandidaten in Brasilien
tagesschau24 15:00 Uhr, 30.09.2018

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Umstritten, aber der Favorit

Der Rechtspopulist Bolsonaro wird häufig als "Donald Trump Brasiliens" bezeichnet und fällt immer wieder mit rassistischen, frauenfeindlichen und homophoben Äußerungen auf. Der Ex-Soldat verherrlicht die Zeit der Militärdiktatur. In Umfragen für die Wahlen am kommenden Sonntag liegt er mit rund 28 Prozent Stimmenanteil auf dem ersten Platz.

Nach einem dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt kehrte Bolsonaro am Tag der Proteste in seinen Wohnort Rio de Janeiro zurück. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im südöstlichen Bundesstaat Minas Gerais war er von einem offenbar verwirrten Einzeltäter durch einen Messerstich verletzt worden. Er kündigte an, den Wahlkampf jetzt wieder aufzunehmen.

"Ele Não - Er nicht" - diese Frau will Jair Bolsonaro nicht als Brasiliens Präsidenten. | Bildquelle: dpa
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"Ele Não - Er nicht" - diese Frau will Jair Bolsonaro nicht als Brasiliens Präsidenten.

13 Kandidaten im Rennen

Insgesamt bewerben sich 13 Kandidaten, der unbeliebte Übergangspräsident Michel Temer kandidiert nicht. In Umfragen konnte Fernando Haddad von der Arbeiterpartei PT in den vergangenen Wochen deutlich zulegen und liegt mit nun 22 Prozent an zweiter Stelle. Der ehemalige Bürgermeister von São Paulo tritt anstelle des inhaftierten Ex-Präsidenten Luis Inácio Lula da Silva an, dessen Kandidatur aufgrund einer Verurteilung wegen Korruption nicht zugelassen wurde.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. September 2018 um 10:00 Uhr.

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