New Yorker Polizisten stehen in der Wohngegend des Schauspielers de Niro in New York.  | Bildquelle: dpa

Rohrbombenserie in den USA Verdächtige Pakete für De Niro und Biden

Stand: 25.10.2018 17:02 Uhr

Die US-Polizei hat weitere mutmaßliche Sprengstoffpakete abgefangen. Eine Sendung war an Schauspieler De Niro adressiert, eine an Ex-Vizepräsident Biden. US-Präsident Trump teilte abermals gegen die Medien aus.

Nach dem Versand mehrerer Rohrbomben an Kritiker von US-Präsident Donald Trump haben Unbekannte auch dem Schauspieler Robert De Niro ein verdächtiges Paket geschickt. Es soll sich um dieselbe Art von Paket handeln wie jene an Ex-Präsident Barack Obama und die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Das berichtete die "New York Post".

Sämtliche Pakete an Trump-Kritiker

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio bestätigte, dass an das Büro des 75-jährigen Schauspielers ein verdächtiges Paket geschickt wurde. Das Paket sei von der Polizei sicher entfernt worden. War de Blasio am Mittwoch nach dem Beginn der Paketserie noch überzeugt, dass in seiner Stadt keine weitere Bedrohung auszumachen sei, zeigte er sich nun überzeugt, dass weitere Pakete folgen könnten.

De Niro gilt als Kritiker Trumps, bereits während des Wahlkampfs 2016 machte er sich mit teils derber Wortwahl gegen den Republikaner stark.

Auch an den demokratischen Ex-Vizepräsidenten Joe Biden soll ein Paket verschickt worden sein, berichten Nachrichtenagenturen.

Robert De Niro | Bildquelle: AFP
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Verdächtiges Paket an De Niro: Er gilt als Trump-Kritiker.

Verdächtige Pakete

Die US-Bundespolizei FBI hatte mehrere verdächtige Pakete abgefangen. Sie waren unter anderem an Obama, Clinton, das CNN-Büro in New York und Milliardär George Soros adressiert.

Noch ist völlig unklar, wer hinter den Paketbombensendungen steckt. Experten hoffen, durch die intakten Pakete schnell Spuren und Fingerabdrücke zu erhalten und somit Hinweise auf die Täterschaft. Röntgenaufnahmen der Pakete zeigen, dass die Sprengsätze auch Glasscherben und Pulver enthalten hätten. Aufgrund der ähnlichen Bauert sämtlicher Paketbomben geht John Miller, Anti-Terrorexperte in New York, davon aus, dass es sich einen Täter beziehungsweise eine Tätergruppe handelt, die sämtliche Sprengsätze verschickt hat.

Trump attackiert Medien

Trump hatte die Anschlagsversuche am Mittwoch verurteilt. Auf Twitter warf er Medien vor, ein Klima des Hasses zu schüren. "Ein sehr großer Anteil des Zorns, den wir heute sehen, wird durch die absichtlich falschen und inkorrekten Berichte der etablierten Medien hervorgerufen, die ich als Fake News bezeichne", schrieb Trump auf Twitter. "Es ist so schlimm und hasserfüllt geworden, dass es jeglicher Beschreibung spottet. Die etablierten Medien müssen ihre Sache in Ordnung bringen, SCHNELL."

Ex-CIA-Chef macht Trump verantwortlich

Der Chef des Senders CNN, Jeff Zucker, wies die wiederholten Vorwürfe Trumps zurück. "Es gibt einen totalen und völligen Mangel an Verständnis im Weißen Haus über die Schwere der fortgesetzten Angriffe auf die Medien."

Auch der frühere CIA-Chef John Brennan widersprach Trumps heftig. An Brennan war das Paket adressiert gewesen, das am Mittwoch bei CNN einging. Brennan tritt bei dem Sender als Experte auf.

Vorwürfe gegen Trump nach Fund von Sprengsätzen in Briefen
tagesschau 20:00 Uhr, 25.10.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Mit Informationen von Kai Clement, ARD-Studio New York

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Oktober 2018 um 14:00 Uhr.

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