John Bolton | Bildquelle: dpa

John Bolton Die Rückkehr des Falken

Stand: 25.03.2018 13:19 Uhr

Er gehörte zu den Architekten des Irak-Kriegs, diente George W. Bush als UN-Botschafter. Jetzt wird John Bolton neuer Sicherheitsberater von US-Präsident Trump. Wer ist dieser Mann?

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

John Bolton ist ein Hardliner. Der Mann mit dem buschigen Schnurrbart ist der dritte Nationale Sicherheitsberater, den Donald Trump beruft. Er ist ein Freund der klaren Worte, moderate Töne sind ihm fremd. Vor wenigen Wochen beim Treffen der Konservativen warnte er massiv vor China, forderte eine Aufrüstung der USA: "Wir wollen Frieden durch Stärke. Wir wollen ein starkes Amerika von Donald Trump", so Bolton damals.

Bolton ist gegen den Iran-Deal, den er als diplomatisches Waterloo bezeichnete. In Nordkorea kann er sich durchaus für einen Präventivschlag der USA erwärmen. Er war in den 1990er-Jahren unter George Bush senior im Außenministerium, später wurde er UN-Botschafter. Aber nur, weil der US-Präsident ihn mit einem Kniff ohne Abstimmung im Kongress ernannte. 100 US-Diplomaten hatten sich in einem offenen Brief gegen ihn gestellt. Bolton ist bekannt in Washington und er kennt Washington. Ein Vorteil für den neuen Job, wie er findet.

Trump ersetzt Nationalen Sicherheitsberater McMaster durch Bolton
tagesschau 12:00 Uhr, 23.03.2018, Verena Bünten, ARD Washington

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"Der gefährlichste Mann der Bush-Regierung"

Er kenne alle Korridore in Washington, sagt er im Interview mit "Fox News". Für den konservativen Fernsehsender arbeitete er zuletzt als Kommentator. Bolton war vor Trumps Amtsantritt auch als möglicher Außenminister im Gespräch. Nun kommt er als Nationaler Sicherheitsberater ins Weiße Haus.

Noch vor wenigen Tagen twitterte Richard Painter, Ethikberater des Weißen Hauses unter George W. Bush, über Bolton  "John Bolton war der gefährlichste Mann in acht Jahren Bush-Regierung. Ihn als Nationalen Sicherheitsberater zu engagieren, ist eine Einladung zum Krieg. Das muss auf jeden Fall verhindert werden."

John Bolton | Bildquelle: AFP
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Der designierte Nationale Sicherheitsberater John Bolton.

Bolton hat viele Feinde. Mit ihm wird es einen Rechtsruck geben. Die Außenpolitik der USA wird sich womöglich neu ausrichten unter dem Mann, der ein Befürworter des Irak-Kriegs war. Noch Jahre später verteidigte er die Entscheidung als richtig. Und dass sein künftiger Chef diese Woche Wladimir Putin zum Wahlsieg gratulierte, tut Bolton ab: "Ich finde das so oder so nicht wichtig. Ich habe vielen Leuten gratuliert. Das ist eine Frage der Höflichkeit", sagt er.

Einen Beliebtheitswettbewerb wird Bolton in Washington nicht gewinnen. Das ist ihm aber auch herzlich egal. Er ist wieder da, wo er sein will: ganz nah an der Macht.

John Bolton - Ein Porträt des neuen Sicherheitsberaters von US-Präsident Trump
Martina Buttler, ARD Washington
23.03.2018 10:59 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. März 2018 um 05:30 Uhr.

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