Der australische Premier Morrison beantwortet Pressefragen bei einem Besuch des Feuerwehrquartiers in Sydney. | Bildquelle: JOEL CARRETT/EPA-EFE/REX

Buschfeuer Australiens Premier entschuldigt sich

Stand: 22.12.2019 07:51 Uhr

Ein Familienurlaub auf Hawaii, mitten in der wohl schlimmsten Buschfeuersaison seit Langem: Australiens Premier hat sich nach seiner Rückkehr nun dafür entschuldigt. Kritik an der Klimapolitik seines Landes wies er zurück.

Australiens Premierminister Scott Morrison hat sich dafür entschuldigt, mitten in der schweren Feuerkrise im Familienurlaub auf Hawaii gewesen zu sein. Bei einem Besuch des Feuerwehr-Hauptquartiers in Sydney sagte er, er habe mit der Reise ein Versprechen gegenüber seinen Kindern einhalten wollen. Doch als Premier habe er eine größere Verantwortung und er akzeptiere die Kritik.

Nachdem zwei Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit ums Leben gekommen waren, war der Premier für seine Abwesenheit heftig kritisiert worden. Morrison hatte daraufhin seinen Urlaub abgebrochen und war am Samstag nach Australien zurückgekehrt.

Kein Zusammenhang mit Klimawandel

Beim Besuch der Feuerwache reagierte Morrison auch auf Kritik, seine Regierung tue zu wenig gegen den Klimawandel. Dieser wurde zuletzt immer häufiger mit den außergewöhnlich heftigen Buschbränden in New South Wales, Victoria, und South Australia in Verbindung gebracht. Laut Morrison sind "viele andere Faktoren" für die Rekordfeuer verantwortlich. Es gebe keinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Wetter, so der Premier.

Die australische Regierung sieht sich daher verstärkt dem Vorwurf der Tatenlosigkeit im Kampf gegen die Erderwärmung ausgesetzt. Umweltaktivisten werfen der Regierung vor, Kohle und andere Industriezweige zu fördern, die für einen hohen Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich sind.

Feuerwehrleute kämpfen vergeblich gegen Buschbrände in Australien
tagesschau 17:50 Uhr, 21.12.2019, Tamara Anthony, ARD Peking zzt. Sydney

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Temperaturen sollen vorübergehend sinken

Nach einem katastrophalen Samstag mit Rekordhitze und starkem Wind konnte die Feuerwehr heute für einige Regionen eine leichte Entspannung vermelden. Mit einem leichten Temperaturrückgang hoffen die Einsatzkräfte, die Brände etwas eindämmen zu können.

Die Rekordhitze hatte am Samstag die Lage weiter verschärft. Der Feuerwehrchef von New South Wales, Shane Fitzsimmons, sprach von einem "schrecklichen Tag". Allein in seinem Bundesstaat kämpften die Einsatzkräfte gegen 100 Feuer. Starker Wind und die hohen Temperaturen führten zu katastrophalen Bedingungen in einigen Regionen.

Heißes und trockenes Wetter hat in diesem Jahr früher als sonst für Buschfeuer gesorgt. In den vergangenen Wochen fielen mehr als 1000 Häuser und 1,2 Millionen Hektar Land den Flammen zum Opfer. Mindestens acht Menschen kamen durch die Feuer in New South Wales ums Leben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Dezember 2019 um 17:50 Uhr.

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