Julian Assange | Bildquelle: dpa

Vergewaltigungsvorwürfe Wieder Ermittlungen gegen Assange

Stand: 13.05.2019 11:39 Uhr

Die schwedische Justiz nimmt die Ermittlungen gegen Julian Assange wieder auf. Der Wikileaks-Gründer war 2010 wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs angezeigt worden. 

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat entschieden, die Untersuchungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Vorwurfs des sexuellen Übergriffs wieder aufzunehmen.

Schwedische Staatsanwaltschaft klagt gegen Assange
tagesschau 12:00 Uhr, 13.05.2019

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Das gab die Vize-Chefin der Behörde, Eva-Marie Persson, bekannt. Die Wiederaufnahme der vorläufigen Ermittlungen in Schweden war am 11. April, am Tag der Festnahme Assanges in London, von der Anwältin einer Frau beantragt worden, die Anschuldigungen gegen Assange vorgebracht hatte.

Sie wirft ihm vor, er habe sie während eines Besuchs in dem skandinavischen Land 2010 vergewaltigt. Die Untersuchungen waren 2017 eingestellt worden. Assange streitet die Vorwürfe ab und behauptete stets, sie seien nur ein Vorwand, um ihn festnehmen und an die USA ausliefern zu können. 2010 stellte er sich zunächst der Polizei, kam dann aber auf Kaution wieder frei.

Es gebe noch immer den hinreichenden Verdacht, dass Assange eine Vergewaltigung begangen habe, sagte Persson. Eine neue Befragung sei notwendig. Die damalige Entscheidung "basierte nicht auf Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Beweisen, sondern auf Schwierigkeiten, die die Ermittlungen behinderten", sagte Persson.

Demnach will Schweden beantragen, dass Assange ausgeliefert wird, nachdem er seine Haftstrafe in Großbritannien abgesessen habe. Er war Anfang Mai nach seiner Festnahme in der ecuadorianischen Botschaft in London zu 50 Wochen Haft in Großbritannien verurteilt worden.

Seine aktuelle Haftstrafe sitzt Assange im Londoner Belmarsh-Gefängnis ab, weil er 2012 gegen Kautionsauflagen verstoßen hat.

Die USA haben ebenfalls eine Auslieferung des Wikileaks-Gründers beantragt. Sie werfen ihm Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Sie hatte Wikileaks 2010 Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Dabei geht es um die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan.

Ecuador erlaubt Durchsuchung in Botschaft in London

Einem Medienbericht zufolge stimmte die Generalstaatsanwaltschaft von Ecuador der Durchsuchung des Zimmers von Assange in der Botschaft Ecuadors in London zu. Dokumente, Mobiltelefone, Computer und Datenträger des Netzaktivisten sollen an die USA weitergegeben werden. Das berichtete die spanische Tageszeitung "El Pais" unter Berufung auf ein Dokument, das der Zeitung vorlag.

Demnach soll der versiegelte Raum am 20. Mai durchsucht werden. Die Entscheidung sei Assanges ecuadorianischem Anwalt mitgeteilt worden.

Assange hatte sich 2012 in die ecuadorianische Botschaft geflüchtet, nachdem er vergeblich versucht hatte, seine Auslieferung an Schweden gerichtlich zu verhindern.

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