Polizeieinsatz in Straßburg | Bildquelle: REUTERS

Nach Straßburg-Anschlag Polizei tötet Chekatt

Stand: 13.12.2018 22:24 Uhr

Der mutmaßliche Angreifer von Straßburg, Chekatt, ist tot. Wie die Polizei bestätigte, wurde der 29-Jährige bei einem Einsatz in der elsässischen Metropole erschossen.

Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Attentäter von Straßburg, Chérif Chekatt, ist beendet. Nach Angaben der Ermittler erschoss die französische Polizei Chekatt bei einer Razzia im Viertel Neudorf südöstlich des Straßburger Zentrums. Französische Anti-Terror-Kräfte hatten das Viertel am Nachmittag mit einem Großaufgebot durchsucht.

Polizei erschießt mutmaßlichen Attentäter
tagesschau 00:20 Uhr, 14.12.2018, Mathias Werth, ARD Paris

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Frankreichs Innenminister Christophe Castaner berichtete, dass Chekatt sich die ganze Zeit in einem Lagerhaus im Viertel versteckt habe. Eine Polizeipatrouille habe ihn beim Verlassen des Gebäudes erkannt. Als sie den Verdächtigen habe verhaften wollen, habe dieser das Feuer eröffnet. Die Polizei habe den Angriff erwidert und den Täter neutralisiert. Ein Pariser Staatsanwalt sei nun auf dem Weg zum Ort des Geschehens, um die Identität des Getöteten zu bestätigen, sagte Castaner.

Zweitägige Großfahndung

Chekatt soll am Dienstagabend in der Straßburger Innenstadt auf Passanten geschossen, beziehungsweise mit einem Messer auf sie eingestochen haben. Bei dem Anschlag wurden drei Menschen getötet, 13 Menschen wurden verletzt. Zeugen haben ihn nach Angaben des Chefermittlers Rémy Heitz "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") rufen hören.

Nach der Tat flüchtete er, lieferte sich aber noch zwei Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Dabei wurde er laut Staatsanwaltschaft von Soldaten verletzt. Er sei mit einem Taxi entkommen und habe sich vom Taxifahrer etwa zehn Minuten lang chauffieren lassen, bevor er in Neudorf ausgestiegen sei.

Großeinsatz der Polizei im Straßburger Stadtteil Neudorf | Bildquelle: RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX
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Bereits am Nachmittag durchsuchte die Polizei mit einem Großaufgebot die Straßburger Viertel Neudorf und Meinau.

Deutsche und französische Behörden suchten mit etlichen Beamten und einem Fahndungsaufruf nach dem polizeibekannten mutmaßlichen Attentäter. Die Bundespolizei fahndete im deutsch-französischen Grenzgebiet, auch Spezialkräfte waren im Einsatz. Die französische Polizei hatte ein Fahndungsfoto des radikalisierten Gefährders samt Täterbeschreibung veröffentlicht.

Nach dem Anschlag soll der traditionelle Weihnachtsmarkt im Herzen Straßburgs an diesem Freitag wieder für Besucher geöffnet werden. Das kündigte der französische Castaner am Abend an.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Dezember 2018 um 04:56 Uhr.

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