Lage in Syrien Tote bei Anschlag in Homs

Stand: 12.12.2015 14:55 Uhr

In der Nähe eines Krankenhauses in der syrischen Stadt Homs ist eine Autobombe explodiert. Bei dem Anschlag in einem von der Assad-Regierung kontrollierten Viertel wurden mindestens 15 Menschen getötet und zahlreiche Menschen verletzt.

Bei einem Autobombenanschlag in der syrischen Stadt Homs sind nach Angaben der Regierung mindestens 15 Menschen getötet und zahlreiche Menschen verletzt worden. Der Anschlag im Viertel Al-Sahra ereignete sich laut Gouverneur Talal Barasi nahe dem Krankenhaus Al-Ahli.

Demnach wurde die Explosion von 150 bis 200 Kilogramm Sprengstoff noch dadurch verstärkt, dass sich in der Nähe ein Restaurant mit Gaszylindern befand. Ein Einwohner berichtete, die Explosion sei extrem heftig gewesen und habe einen riesigen Krater hinterlassen.

Abzug der Rebellen

Der Stadtteil Al-Sahra wird mehrheitlich von Alawiten bewohnt, einer muslimischen Minderheit, der auch Präsident Baschar al-Assad angehört. Homs war eine der ersten Städte, die sich im Frühjahr 2011 gegen die Herrschaft Assads aufgelehnt hatte, und war lange eine Hochburg der Rebellen.

Nach jahrelanger Belagerung und heftigen Kämpfen waren die Aufständischen aber gezwungen, die Innenstadt zu räumen. Diese Woche nun mussten die Rebellenkämpfer und ihre Familien im Zuge einer Abmachung mit der Regierung auch das Viertel Waer verlassen, das als letzter Stadtteil noch von ihnen kontrolliert wurde.

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