Militärkräfte sichern die Straßen nach einem schweren Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul. | Bildquelle: AFP

Terror in Afghanistan Mindestens 40 Tote bei Anschlag in Kabul

Stand: 28.12.2017 17:38 Uhr

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens 40 Menschen getötet worden, mindestens 80 wurden verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte die Tat für sich.

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 40 Menschen getötet worden. Das bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums. Demnach sprengte sich zuerst ein Selbstmordattentäter in dem Gebäude in die Luft. Als Menschen zu Hilfe eilten, explodierten vor dem Haus zwei weitere Sprengsätze. Mindestens 80 Menschen wurden nach Angaben des Sprechers verletzt.

In dem Kulturzentrum wurde zum Tatzeitpunkt eine Feier zum 38. Jahrestag des sowjetischen Einmarschs nach Afghanistan abgehalten. Das Zentrum befindet sich in der Nähe der Nachrichtenagentur Afghan Voice Agency.

Terroranschlag vor schiitischem Kulturzentrum in Kabul
tagesschau 20:00 Uhr, 28.12.2017, Peter Gerhardt, ARD New Delhi

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Anschlag in schiitischem Viertel

Der Anschlag geschah in einem schiitischen Viertel der Stadt. Die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich über ihr Sprachrohr Amaq zu der Tat. Der IS hatte in den vergangenen Monaten wiederholt schwere Attentate verübt. In derselben Gegend, im größten Kabuler Schiitenviertel Dascht-e Bartschi, schickte der IS zuletzt im Oktober einen Selbstmordattentäter in eine Moschee. 71 Menschen starben während des Freitagsgebets.

Seitdem hat der IS aber auch in anderen Stadtteilen Anschläge verübt und zum Beispiel einen großen Fernsehsender und ein Geheimdienstbüro angegriffen. Seit Januar gab es in Kabul mehr als 20 schwere Anschläge von IS, aber auch von denTaliban. Hunderte Menschen wurden dabei getötet und verletzt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Dezember 2017 um 09:00 Uhr.

Darstellung: