Die Freiheitsstatue in New York vor blauem Himmel. | Bildquelle: picture alliance / Andrew Gomber

Statistik der US-Behörden Mehr Touristen - trotz Trump

Stand: 19.09.2018 05:48 Uhr

Nach Trumps Wahlsieg gab es in der US-Tourismusbranche die Sorge, die Zahl ausländischer Gäste könnte zurückgehen. Bei einigen Ländern ist sie das auch. Doch aus anderen kamen dafür umso mehr.

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

Trumps "America First"-Politik, seine Tiraden gegen Mexiko, Kanada oder Deutschland, sein Reise-Bann für muslimische Länder. All dies ließ die US-Tourismusbranche anfangs das Schlimmste befürchten. Würde der neue US-Präsident die Besucher aus dem Ausland abschrecken?

Es kam anders, wie die jetzt veröffentlichte Statistik des Nationalen Reise- und Tourismus-Büros zeigt: gegenüber 2016 ist die Zahl ausländischer Besucher in den USA im vergangenen Jahr, dem ersten Amtsjahr von Donald Trump, um knapp ein Prozent gestiegen. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2015 gingen die Besucherzahlen allerdings zurück.

Starke Einbrüche bei Nahost-Ländern

Starke Einbrüche bei den Besucherzahlen gab es bei Ländern aus dem Nahen Osten. Hier führte Trumps Reise-Bann zu einem Minus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch aus Mexiko kamen sechs Prozent weniger Besucher.

Touristen vor der Golden Gate Bridge | Bildquelle: picture alliance / John G. Maban
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Sehenswürdigkeiten wie die Golden Gate Bridge stehen auch bei Deutschen weiterhin hoch im Kurs.

Ein Plus auch bei Deutschen

Die stärksten Zuwächse bei den Besuchen in die USA kamen aus Südkorea. Wegen der Abschaffung der Visumspflicht reisten fast 18 Prozent mehr Südkoreaner in die USA. Ebenfalls stark angestiegen sind die Besuche aus Brasilien (plus elf Prozent), Argentinien (plus zehn) und Irland (plus neun Prozent).

Auch aus Deutschland kamen im vergangenen Jahr mehr Besucher in die USA als 2016: insgesamt waren es knapp 2,1 Millionen Besucher aus Deutschland - ein Plus von 1,7 Prozent.

Keine Trump-Flaute - USA-Besuche aus dem Ausland leicht gestiegen
Martin Ganslmeier, ARD Washington
18.09.2018 23:42 Uhr

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