US-Präsident Donald Trump. | Bildquelle: AFP

US-Medienbericht Trump verschiebt Entscheidung zu Autozöllen

Stand: 12.11.2019 04:02 Uhr

US-Präsident Trump wird seine Entscheidung über Zölle auf EU-Autoimporte wohl erneut um sechs Monate verschieben. Zuvor hatte sein Handelsminister sogar einen kompletten Verzicht auf die erhöhten Abgaben angedeutet.

US-Präsident Donald Trump wird einem Medienbericht zufolge seine Entscheidung über Autozölle für EU-Importwagen wahrscheinlich abermals verschieben. Der Republikaner dürfte noch in dieser Woche einen Aufschub um weitere sechs Monate bekannt geben, berichtet das Nachrichtenportal "Politico" unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person.

Die US-Regierung will früheren Angaben zufolge am 14. November entscheiden, ob die Abgaben auf die Einfuhr von Autos und Autoteilen aus der EU erhöht werden. Sie hatte die angedrohten Strafzölle im Mai zunächst für ein halbes Jahr ausgesetzt.

Wirtschaftsminister deutet kompletten Verzicht an

Trump hat in der Vergangenheit mehrfach mit Schutzzöllen auf Autoimporte aus Europa von bis zu 25 Prozent gedroht, was insbesondere die exportlastige deutsche Wirtschaft treffen würde. Laut US-Präsidialamt sieht er einige Autoimporte als potenzielle Bedrohung für die USA. US-Handelsminister Wilbur Ross hatte vor kurzem indes einen möglichen Verzicht auf Strafzölle für Importwagen aus der Europäischen Union und Japan angedeutet.

Von den angedrohten Maßnahmen wären vor allem Hersteller wie Volkswagen, BMW und Daimler betroffen. Sollten die US-Strafzölle letztlich doch kommen, drohen der deutschen Wirtschaft laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jährliche Mehrkosten in Höhe von sechs Milliarden Euro.

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