Tesla-Modell S | Bildquelle: picture alliance / empics

Probleme beim Model S Tesla ruft 123.000 Autos in die Werkstatt

Stand: 30.03.2018 08:13 Uhr

Wegen Rostgefahr bei Schrauben der Servolenkung ruft Tesla weltweit 123.000 Fahrzeuge von seinem Model S zurück. Es ist der größte Rückruf in der jungen Firmengeschichte des US-Elektroautobauers.

Der Elektroautobauer Tesla beordert wegen möglicher Probleme mit der Servolenkung eine hohe Anzahl seines meistverkauften Fahrzeugs Model S in die Werkstätten. Der bislang größte Rückruf der Firma von Tech-Milliardär Elon Musk umfasst weltweit 123.000 der Luxus-Limousinen, wie aus einer E-Mail an Kunden hervorgeht.

Offenbar kein akutes Risiko

Betroffen seien nur Modelle, die vor April 2016 gebaut wurden. Demnach habe der Hersteller festgestellt, dass es in Regionen mit kaltem Wetter zu starker Korrosion bestimmter Schrauben kommen könne, die zu einer Beeinträchtigung der Servolenkung führe. Die Schrauben stammen vom deutschen Zulieferer Bosch. Das Unternehmen teilte mit: "Bosch ist in enger Abstimmung mit Tesla und unterstützt die getroffenen Maßnahmen."

Es bestehe für die Kunden aber kein akutes Risiko, die Wagen könnten bis zur Reparatur gefahrlos weitergefahren werden. Tesla seien keine Verletzungen oder Unfälle in Verbindung mit dem Problem bekannt. Der Rückruf erfolge vorsichtshalber und auf freiwilliger Basis.

Die Aktie des Unternehmens reagierte nachbörslich mit einem Kursverlust von knapp vier Prozent auf die Nachricht. Tesla steht bereits unter Druck: Das Unternehmen tut sich schwer mit dem Anlauf der Massenproduktion seines ersten Mittelklassewagens Model 3. Zudem wurde jüngst bekannt, dass die US-Behörde für Transportsicherheit einen weiteren tödlichen Unfall mit einem Tesla-Auto untersucht.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 30. März 2018 um 02:00 Uhr.

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