Opelwerk in Kaiserslautern | Bildquelle: dpa

Abgasmanipulationen Opel klagt gegen verordneten Diesel-Rückruf

Stand: 02.11.2018 18:00 Uhr

Opel wehrt sich vor Gericht gegen den vom Kraftfahrt-Bundesamt angeordneten Rückruf von Diesel-Pkw. Der Autobauer will so verhindern, dass rund 96.000 Autos wegen Abgasmanipulation sofort in die Werkstätten müssen.

Der Autobauer Opel will den sofortigen Rückruf von rund 96.000 Diesel-Pkw, bei denen die Abgaswerte manipuliert werden, verhindern. Man habe bei Gericht Rechtsmittel gegen die Anordnung des Kraftfahrtbundesamtes eingelegt, sagte ein Konzernsprecher und bestätigte damit einen Bericht des "Spiegel".

Das zuständige Verwaltungsgericht Schleswig erklärte, es müsse nun prüfen, ob die behördliche Rückrufanordnung rechtlich einwandfrei sei. Eine Entscheidung werde nach einem schriftlichen Verfahren, also ohne mündliche Verhandlung, Ende November oder Anfang Dezember fallen.

Unzulässige Abschalteinrichtung gefunden

Das Kraftfahrtbundesamt hatte von rund zwei Wochen angeordnet, dass Opel Diesel-Fahrzeuge der Modelle Insignia, Cascada und Zafira (Baujahre 2013 bis 2016) mit der Schadstoffnorm Euro 6 in die Werkstätten rufen muss. In diesen seien unzulässige Abschalteinrichtungen gefunden worden, die entfernt werden müssten.

Opel bestreitet die Vorwürfe. Alle Fahrzeuge erfüllten die geltenden Vorschriften. Die betroffenen Autos erhalten bereits seit Anfang 2017 ein Software-Update. Diese "freiwillige Serviceaktion" werde fortgeführt, teilte Opel mit.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 02. November 2018 um 19:15 Uhr in den Nachrichten.

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