Ein Arbeiter greift an Ventile einer Ölleitung auf dem Ölfeld Nihran Bin Omar im Irak | Bildquelle: dpa

OPEC und andere Förderländer Ölproduktion wird gedrosselt

Stand: 07.12.2018 17:28 Uhr

Tanken könnte wegen dieser Entscheidung teurer werden: Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) und andere Förderländer haben beschlossen, die Ölproduktion um 1,2 Millionen Barrel zu kürzen.

Das Ölkartell OPEC hat sich mit den verbündeten Nicht-OPEC-Ländern einschließlich Russland ("OPEC+") auf eine Drosselung der Ölproduktion geeinigt. Wie der iranische Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh in Wien dem iranischen Staatsfernsehen sagte, wollen die 25 kooperierenden Staaten künftig 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag weniger fördern.

Dabei entfallen 800.000 Barrel auf die 15 OPEC-Staaten, die restlichen 400.000 auf die Verbündeten. Der Einigung waren stundenlange Beratungen vorausgegangen - vor allem zwischen Saudi-Arabien, dem Iran und dem Nicht-OPEC-Staat Russland gab es dem Vernehmen nach viel Gesprächsbedarf.

Für Autofahrer und Verbraucher weiterer Öl-Endprodukte könnte es aufgrund der geringeren Menge des Rohstoffs künftig teurer werden.

Grafik Entwicklung des Ölpreises im Jahr 2018 von Januar bis Ende November.
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Zahlte man Anfang Oktober noch mehr als 85 US-Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Rohölsorte Brent, waren Anfang Dezember nur noch gut 60 Dollar nötig. Der Ölpreis ist damit innherhalb von zwei Monaten um fast 30 Prozent gefallen.

Ölpreis seit Oktober gesunken

Seit Anfang Oktober war der Ölpreis um fast 30 Prozent gesunken. Grund ist vor allem ein Überangebot auf dem Weltmarkt. Aber auch Spekulationen auf eine Abkühlung der Weltwirtschaft setzten dem Preis zu.

Weltkarte mit OPEC-Mitgliedsstaaten, den USA, Russland und den jeweiligen Fördermengen.
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Etwa 33 Millionen Barrel Rohöl fördern die OPEC-Mitgliedsstaaten derzeit. Um den Ölpreis-Verfall zu stoppen, ist nun eine Reduzierung der Fördermenge um 800.000 Barrel geplant. Hinzu kommen 400.000 Barrel, die die Nicht-OPEC-Staaten weniger fördern wollen. Ob das ausreicht, ist unklar. Denn die USA sind dank des Fracking-Booms inzwischen zum weltgrößten Ölproduzenten aufgestiegen, was die Preise weiter unter Druck setzt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Dezember 2018 um 17:00 Uhr.

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