Ein rotes Licht leuchtet neben dem Lufthansa-Schriftzug. | Bildquelle: dpa

Lufthansa UFO kündigt weiteren Streik an

Stand: 18.01.2020 21:25 Uhr

Auf Fluggäste der Lufthansa drohen bald die nächsten Ausfälle und Verspätungen zuzukommen: Die UFO hat einen weiteren Streik angekündigt. Wann und in welchem Umfang, will die Gewerkschaft Mitte nächster Woche bekannt geben.

Im Tarifstreit mit der Lufthansa setzt die UFO erneut auf Streik: Die Kabinengewerkschaft will die Flugbegleiter ein weiteres Mal dazu aufrufen, ihre Arbeit niederzulegen. Genauere Angaben will die UFO einem Sprecher zufolge am Mittwoch bekannt geben. Die Gewerkschaft unterliegt noch bis zum 2. Februar einer Friedenspflicht

Am Donnerstag war auch der dritte Versuch zwischen Fluggesellschaft und Gewerkschaft gescheitert, in die Schlichtung mit zusätzlicher Mediation zu tariffremden Fragen einzusteigen. Daraufhin hatte die UFO angekündigt, auch unbefristete Streiks rechtlich zu prüfen. Um an den Verhandlungstisch zu kommen, hatte sich die Lufthansa zuletzt bereit erklärt, die nicht-tariflichen Themen in einer Mediation zu lösen. Doch gerade über die Ausgestaltung der Mediation konnten beide Parteien am Donnerstag keine Einigung erzielen.

Lufthansa stellt Befugnis von UFO infrage

Im vergangenen Jahr hatte die UFO drei Mal zu Streiks aufgerufen: Es gab einen Warnstreik und zwei mehrtägige Streiks bei verschiedenen Betrieben des Lufthansa-Konzerns. Rund 2000 Flüge mussten durch die Ausstände gestrichen werden. Der Sprecher der UFO kündigte mit Blick auf die Streiks 2019 an, dass "davon auszugehen ist, dass das deutlich ausgeweitet wird".

Der Streit zwischen Gewerkschaft und Lufthansa dauert bereits seit Monaten an. Dabei geht es zunehmend um die grundsätzliche Zusammenarbeit der Tarifparteien und weniger um konkrete Forderungen für die rund 22.000 Flugbegleiter. Die Lufthansa zweifelt die Vertretungsbefugnis von UFO für das Kabinenpersonal an und sieht die "Gewerkschaftseigenschaft" ungeklärt. Das Vertrauensverhältnis ist tief gestört.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 18. Januar 2020 um 21:00 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: