Sicherheitskontrolle am Flughafen (Archivbild) | Bildquelle: dpa

Warnstreiks abgewendet Tarifeinigung für Sicherheitspersonal

Stand: 24.01.2019 12:45 Uhr

Nach zähen Verhandlungen haben sich die Gewerkschaften mit den Arbeitgebern des Flughafen-Sicherheitspersonals geeinigt. Die Löhne steigen und neue Streiks sind abgewendet. Fliegen könnte aber teurer werden.

Für Flugreisende ist die Streikgefahr bis auf weiteres gebannt. Für das Sicherheitspersonal an den deutschen Flughäfen haben sich Arbeitgeber und die Gewerkschaft ver.di in der Nacht auf einen Tarifkompromiss verständigt.

In den kommenden drei Jahren erhalten die 23.000 Beschäftigten mehrere Lohnerhöhungen. Das Plus liegt zwischen 3,5 und fast 10 Prozent pro Jahr. Auf diese Weise sollen die unterschiedlichen Löhne und Gehälter im Sicherheitsbereich angegleichen werden. Bisher wird zum Beispiel die Arbeit in der Personen- und Frachtkontrollen unterschiedlich bezahlt. Das bleibt auch in Zukunft so, aber die Unterschiede werden kleiner. An die Stelle regionaler Tarifverträge tritt nun ein bundesweiter Abschluss. Arbeitszeiten, Urlaubsgeld und Zuschläge müssen aber noch in einem zusätzlichen Manteltarifvertrag geklärt werden.

Tarifeinigung für Flughafen-Sicherheitspersonal
tagesschau 20:00 Uhr, Andreas König, RBB

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Höhere Kosten für Reisende befürchtet

Ver.di war mit der Forderung nach einem einheitlichen Stundenlohn von 20 Euro in den Tarifstreit gezogen - die am besten bezahlten Sicherheitsmitarbeiter bekommen künftig 19,01 Euro. Nach einem Monat Pause und mehreren Warnstreiks hatten sich die Gewerkschaften und der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) zur fünften Verhandlungsrunde getroffen.

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft befürchtet, dass der Tarifabschluss das Fliegen teurer machen wird. Die Kosten für die Kontrollen hätten sich seit 2010 verdoppelt, kritisiert BDL-Chef Randow. Sie müssten effizienter und stärker automatisiert werden. An Flughäfen wie London-Heathrow, Brüssel oder und Amsterdam würden pro Kontrollspur und Stunde etwa doppelt so viele Passagiere abgefertigt wie an den deutschen Flughäfen, so Randow.

Von Arbeitskampf schwer getroffen

Vor allem der jüngste Warnstreik am 15. Januar am größten deutschen Flughafen in Frankfurt und sieben anderen Airports hatte den Luftverkehr schwer getroffen. Hunderte Flüge fielen aus, schätzungsweise 200.000 Passagiere konnten ihre Reise nicht antreten. Zuvor hatte es bereits am 10. Januar Warnstreiks in Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart gegeben sowie am 7. Januar in Berlin.

In den Tarifverhandlungen ging es um drei Berufsgruppen mit unterschiedlichen Aufgaben an den Flughäfen. Die eine Gruppe kontrolliert Passagiere und deren Gepäck, die zweite Zugänge und Zufahrten an den Flughäfen und die dritte Fracht, Post und Catering für die Flugzeuge.

Über dieses Thema berichtete am 24. Januar 2019 die tagesschau um 06:00 Uhr und NDR Info um 06:45 Uhr in den Nachrichten.

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