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Datenschutz Facebook geht gegen Kartellamt vor

Stand: 15.02.2019 16:34 Uhr

Mit strengen Auflagen will das Bundeskartellamt Facebook daran hindern, Nutzerdaten verschiedener Dienste miteinander zu verknüpfen. Facebook wehrt sich nun mit einer gerichtlichen Beschwerde.

Facebook hat vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde gegen das Bundeskartellamt eingelegt. Das teilte eine Sprecherin des Gerichts mit. Das Kartellamt hatte Facebook weitreichende Beschränkungen für die Verarbeitung von Nutzerinformationen auferlegt. Der US-Konzern missbrauche seine beherrschende Stellung hierzulande beim Sammeln und Verwerten von Daten, so Kartellamtschef Andreas Mundt.

Schild und Klingel am Eingang des Bundeskartellamtes. | Bildquelle: dpa
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Das Bundeskartellamt will Datensammlung durch Facebook einschränken.

Sammeln von Nutzerdaten soll eingeschränkt werden

Facebook mache die Nutzung seines Dienstes davon abhängig, unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten auch aus Drittquellen wie etwa den eigenen Töchtern Whatsapp und Instagram sammeln zu können, hatte Mundt erklärt. Zudem habe Facebook über Schnittstellen auch Zugriff auf Daten von Webseiten und Apps anderer Betreiber. Dem Beschluss zufolge dürfen künftig Dienste wie das Messenger-Angebot Whatsapp oder der Fotodienst Instagram zwar weiter Daten sammeln, diese aber nur noch mit Zustimmung des Nutzers dem Facebook-Konto zuordnen.

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Facebook setzt auf Verzögerungstaktik

Facebook hatte die Vorwürfe der Wettbewerbshüter zurückgewiesen. Mundt zufolge hat das Unternehmen zwölf Monate Zeit, um die Vorgaben umzusetzen. Die Entscheidung des Kartellamts sei aber noch nicht rechtskräftig. Facebook konnte binnen eines Monats Beschwerde einlegen - dies hat der US-Konzern nun dem Gericht zufolge getan. Eine Begründung der Beschwerde liege noch nicht vor, sagte die Sprecherin. Die Umsetzung der Kartellamts-Auflagen durch Facebook könnte sich nun jedoch verzögern.

Facebook zieht wegen Kartellamts-Schranken vor Gericht
Sebastian Tittelbach, WDR
16.02.2019 06:56 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. Februar 2019 um 15:30 Uhr.

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