Deutsche Bank Türme

Bericht über Einigung mit US-Justizministerium Deutlich geringere Strafe für Deutsche Bank?

Stand: 30.09.2016 17:56 Uhr

Die Strafzahlung für die Deutsche Bank in den USA soll einem Agenturbericht zufolge auf 5,4 Milliarden US-Dollar reduziert werden. Ursprünglich hatte das US-Justizministerium eine Strafe von 14 Milliarden Dollar gefordert. Der Aktienkurs der Bank stieg nach der Meldung.

Die Deutsche Bank ist im Streit um Tricksereien auf dem amerikanischen Immobilienmarkt einem Medienbericht zufolge einem Vergleich mit dem US-Justizministerium nähergekommen. Es sei eine Strafe von 5,4 Milliarden US-Dollar (4,8 Milliarden Euro) zu erwarten, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Die Einigung werde möglicherweise schon in den nächsten Tagen verkündet. Eine Sprecherin der Deutschen Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Spekulationen über Notfallplan der Bundesregierung

Die ursprüngliche Forderung in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar hatte heftige Spekulationen über einen möglichen Notfallplan der Bundesregierung zur Existenzsicherung der Deutschen Bank ausgelöst. Marktbeobachter befürchteteten, dass das Finanzinstitut nicht über die notwendigen Reserven verfüge, um eine derart hohe Summe zu zahlen: Die Deutsche Bank hat lediglich 5,5 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten zurückgelegt.

Das US-Justizministerium hatte im Hypothekenstreit vor zwei Wochen eine Strafe von 14 Milliarden Dollar aufgerufen. Experten und die Bank selbst hatten jedoch mehrfach betont, diese Summe könne im Zuge der Verhandlungen noch deutlich gedrückt werden.

An der Börse verlieh die AFP-Meldung der Deutschen Bank Rückenwind: Ihre Papiere legten im Vergleich zum heutigen Tiefststand um fast 20 Prozent zu.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. September 2016 um 20:00 Uhr.