Eigenheim Wohngebiet | Bildquelle: dpa

Statistisches Bundesamt Bauland so teuer wie nie

Stand: 16.09.2020 10:25 Uhr

Seit Jahren steigen die Preise für Bauland in Deutschland. Insbesondere in den großen Städten sind hohe Summen pro Quadratmeter fällig. Die Zahlen für vergangenes Jahr sorgen nun für einen neuen Rekord.

Bauland ist 2019 in Deutschland so teuer gewesen wie noch nie. Pro Quadratmeter waren durchschnittlich 189,51 Euro fällig, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Das stellt ein Rekordhoch dar, wie bereits bei den Preisen für Wohnimmobilien. Zehn Jahre zuvor hat der durchschnittliche Kaufwert baureifer Grundstücke noch bei rund 122,00 Euro pro Quadratmeter gelegen.

Berlin und Hamburg am teuersten

Vor allem in Ballungsräumen ist die Nachfrage nach Wohnraum gewaltig, doch es fehlt an Bauland. Das treibt die Bodenpreise in die Höhe. Im vergangenen Jahr mussten Investoren besonders viel in den Millionenstädten Berlin und Hamburg zahlen.

In der Bundeshauptstadt kostete der Quadratmeter Bauland im Schnitt 1328,48 Euro, in Hamburg waren es 1157,91 Euro. Im ebenfalls vergleichsweise teuren Bayern lag der Durchschnittspreis bei 301,75 Euro pro Quadratmeter.

Am niedrigsten waren die Kaufwerte dagegen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Hier lagen sie im Schnitt unter 60 Euro pro Quadratmeter.

Preise steigen mit Gemeindegröße

Nach Erkenntnissen der Statistiker steigen die durchschnittlichen Kaufwerte grundsätzlich mit der Gemeindegröße. In Kommunen mit weniger als 2000 Einwohnern wurden im Schnitt 66,04 Euro pro Quadratmeter bezahlt. In den 14 größten Städten der Republik mit mindestens 500.000 Einwohnern war es etwas mehr als das 17-Fache: 1128,33 Euro.

Etwa 81 Prozent aller Verkäufe waren Transaktionen von Grundstücken in Wohngebieten. "Diese waren unter allen Baugebieten auch am teuersten", erläuterte das Statistische Bundesamt.

Der Quadratmeterpreis in Wohngebieten mit geschlossener Bauweise habe dabei mit 285,76 Euro rund 76 Euro höher gelegen als in denen mit offener Bauweise.

Bei geschlossener Bauweise dürfen Gebäude ohne Abstand errichtet werden, zum Beispiel Reihenhäuser. Die offene Bauweise erfordert dagegen einen seitlichen Abstand.

Über dieses Thema berichtete rbb Inforadio am 16. September 2020 um 13:20 Uhr.

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