Ein iPhone liegt auf einem MacBook. | picture alliance / ZUMAPRESS.com

iPhone-Hersteller Apple geht gegen Kinderpornografie vor

Stand: 06.08.2021 10:53 Uhr

Technische Neuerungen beim iPhone sollen dafür sorgen, dass dass weniger kinderpornografische Inhalte im Netz geteilt werden können. Dafür will Apple Fotos seiner US-Kunden mit Datenbanken abgleichen.

Von Katharina Wilhelm, ARD-Studio Los Angeles

Der iPhone-Hersteller Apple will mit einigen neuen Updates dafür sorgen, dass weniger kinderpornografische Inhalte im Netz geteilt werden können. Wie der US-Konzern bekanntgab, soll unter anderem noch in diesem Jahr eine Neuerung eingeführt werden, die Kinder und Eltern warnt, wenn das Kind sexuell eindeutige Fotos über die Nachrichten-App sendet oder empfängt.

Durch das Software-Update soll die Nachrichten-App Messages in der Lage sein, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Bildanhänge zu analysieren und festzustellen, ob ein Foto problematisch sein könnte. Dann erhalten die Nutzer eine Warnung auf das Handy. Dabei sollen die Informationen nicht an Apple gesendet werden, sondern ausschließlich auf dem iPhone verbleiben.

Auch Behörden können eingeschaltet werden

Ein weiterer Teil von Apples Offensive ist, dass der Konzern Fotos auf Geräten von US-Kunden bei der Nutzung des hauseigenen Online-Speicherdienstes iCloud mit einer Liste von bekanntem kinderpornografischem Material abgleichen lässt.

Die Bilder werden mit Hilfe eines digitalen Fingerabdrucks abgeglichen. Bei einer Übereinstimmung werden verdächtige Bilder mit einem Zertifikat versehen. Werden mehrere dieser Bilder entdeckt, kann letzten Endes auch eine US-Behörde eingeschaltet werden.