Streikende Mitarbeiter von Amazon | Bildquelle: dpa

Aufruf von ver.di Streiks bei Amazon in der Karwoche

Stand: 15.04.2019 14:56 Uhr

Die Gewerkschaft ver.di hat rund um das Ostergeschäft Streiks beim Onlinehändler Amazon angekündigt. An mehreren Standorten legten die Beschäftigten bereits in der Nacht die Arbeit nieder.

Beschäftigte von Amazon in Deutschland sind in einen teils mehrtägigen Streik getreten. In der vergangenen Nacht legten die Mitarbeiter an den Standorten Bad Hersfeld, Koblenz, Rheinberg und Werne die Arbeit nieder, wie die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mitteilte. Damit wollten sie ihren Forderungen nach einem Tarifvertrag und deutlichen Lohnerhöhungen Nachdruck verleihen.

Bestreikt wird damit das Geschäft vor den Osterfeiertagen. Amazon versicherte seinen Kunden, ihre Osterbestellungen würden ankommen, die "lokalen Streiks an vereinzelten Standorten" hätten "keinerlei Auswirkungen".

Tarifvertrag gefordert

Auch an anderen Standorten könne es während der Osterzeit "jederzeit zu Arbeitsniederlegungen kommen", kündigte die Dienstleistungsgewerkschaft an.

Seit Jahren fordert ver.di eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten des Onlineriesen nach den Tarifen des Einzelhandels. Amazon lehnt dies bislang ab und betont immer wieder, in seinen Logistikzentren werde am oberen Ende dessen gezahlt, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich sei. Auch angesichts der neuen Streiks betonte das Unternehmen, es sei ein "fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber".

"Tarifverträge sind ein Zeichen für Respekt und Anerkennung der Arbeit. Das verlangen die Beschäftigten auch von Amazon", sagte ver.di-Vorstand Stefanie Nutzenberger.

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