Menschen in einer Fußgängerzone in Köln mit Masken | dpa

Corona-Krise Altmaier für mehr verkaufsoffene Sonntage

Stand: 26.11.2020 07:07 Uhr

Viele Einzelhändler haben in der Corona-Krise mit massiven Umsatzeinbußen zu kämpfen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will diese ausgleichen - durch mehr verkaufsoffene Sonntage im nächsten Jahr.

Angesichts der Umsatzeinbrüche bei vielen Einzelhändlern in der Corona-Krise regt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an, im kommenden Jahr mehr verkaufsoffene Sonntage zu gestatten. "Ich würde mir wünschen, dass das, was an Umsatzausfällen in diesem Jahr angefallen ist, über weitere verkaufsoffene Sonntage im nächsten Jahr wieder reingeholt werden kann", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Er habe alle Landesregierungen und Kommunen gebeten, mit den Öffnungszeiten möglichst großzügig und flexibel umzugehen. "Die Überbrückungshilfe III kommt und gibt Sicherheit für Unternehmen und Beschäftige auch im kommenden Jahr. Von Januar bis Ende 2021 gibt es weitere verbesserte Betriebskostenzuschüsse."

"Eine patriotische Aufgabe"

Altmaier sieht den Erhalt des Einzelhandels als eine "nationale, ja auch eine patriotische Aufgabe", wie er sagte. "Unsere Innenstädte sind das Ergebnis eines historischen Prozesses. Bäckereien, kleine Lebensmittelgeschäfte, Buchläden, Antiquitätengeschäfte haben sich über einen langen Zeitraum entwickelt und machen unsere Innenstädte zu Orten der Begegnung und attraktiv für viele Menschen."

Er möchte nicht in einer Stadt leben, in der es nur noch Geschäfte großer Ketten gebe, so der Bundeswirtschaftsminister. "Deshalb ist es gerade jetzt so wichtig, den stationären Handel und kleinere Geschäfte zu unterstützen."

Zuvor hatte auch die FDP die Länder aufgefordert, in ihren Ladenschlussgesetzen zu ermöglichen, dem Einzelhandel an möglichst vielen Sonntagen die Öffnung zu erlauben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. November 2020 um 05:30 Uhr.