Hinweisgeber haben die Deutsche Bahn nach einem Bericht der "Financial Times" erfolglos vor möglichem Betrug beim Großprojekt Stuttgart 21 gewarnt. Baden-Württembergs Verkehrsminister fordert Aufklärung, der Konzern weist die Vorwürfe zurück.
Stuttgart 21 könnte sich wegen möglicher Nacharbeiten beim Brandschutz verzögern und teurer werden. Nach Recherchen von Report Mainz wurde die Evakuierung der Fahrgäste bei einem Brand nicht digital simuliert.
Eigentlich ging es vor zehn Jahren in Stuttgart nur um den Baubeginn für einen Bahnhof. Doch Befürworter und Gegner prallen bis heute aufeinander. Die Stadtgesellschaft gerät in Aufruhr - am Ende auch mit politischen Konsequenzen. Von Eva Macht.
Seit den 1980er-Jahren laufen die Planungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21. Öffentlich gestritten wird seit den 1990ern - über Lichtaugen, Kostenexplosionen und Wasserwerfer. Eine Chronologie.
Ein Firmenchef, der als vermeintlicher Kunde sein Produkt bei Amazon über den grünen Klee lobt. Eine Agentur, die hunderte Bewertungen für ein Shopping-Portal fälscht. Blogger, die hinter "Stuttgart 21"-Befürwortern gesteuerte Interessen vermuten. PR unter falschen Namen gilt Profis als tabu, ist im Web aber Realität.
Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 verteuert sich erneut. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn erhöhte den Finanzierungsrahmen von 6,5 auf 8,2 Milliarden Euro. Und auch die Eröffnung verschiebt sich.
Ob Flughafen, Bahnhof oder Philharmonie - selten können öffentliche Bauprojekte Kostengrenzen und Zeitvorgaben einhalten. Dabei habe jedes Projekt seinen Preis, erklärt Josef Zimmermann, Ordinarius für Bauprozessmanagement, im Interview mit tagesschau.de. Den gelte es aber, richtig zu ermitteln.
Das Abstimmungsergebnis war für ihn keine Überraschung: Im Interview mit tagesschau.de erklärt der Verwaltungsrechtler Peter Neumann, warum sich die Mehrheit für den Bau von "Stuttgart 21" ausgesprochen hat. Die Politiker fordert er auf, der lautstarken Minderheit der Gegner deutlicher zu widersprechen.
Bildung, Atom, "Stuttgart 21": Die Menschen wollen mitreden. Das bürgerschaftliche Selbstbewusstsein hat sich entwickelt - oft zum Ärger der gewählten politischen Elite. Die arrogante Haltung mancher Politiker sei von gestern, meint der Protestforscher Rucht im Gespräch mit tagesschau.de.
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