Auf der brennenden Fähre vor Korfu waren zwölf Menschen eingeschlossen. Nun bargen Retter einen Toten - und konnten überraschend einen Mann nahezu unverletzt retten. Sie hoffen, auch die zehn Vermissten noch lebend zu finden.
Private Seenotretter fahren immer wieder aufs Mittelmeer, um Menschen zu retten, die auf dem Weg nach Europa in Seenot geraten. Das Schiff "Ocean Viking" hat nun innerhalb von 24 Stunden mehr als 200 Flüchtlinge aufgenommen.
Mehrere Rettungsschiffe privater Initiativen haben Hunderte Menschen im Mittelmeer gerettet. Darunter auch Kinder und Babys. Bei einigen Einsätzen hatte die Notrufinitiative "Alarm Phone" den Ausschlag gegeben.
Das Rettungsschiff "Ocean Viking" der Hilfsorganisation SOS Mediterranee hat 114 Menschen an Bord genommen. Sie hätten sich im zentralen Mittelmeer in Seenot befunden. Darunter sei auch ein elf Tage altes Baby gewesen.
Bei der Fahrt von Afrika in Richtung Kanaren sind acht Menschen ums Leben gekommen - ihr Boot trieb offenbar eine Woche ohne Antrieb im Meer. Vor Kalabrien konnten 500 Menschen aus zwei Booten gerettet werden.
In der vergangenen Nacht haben mehrere Hilfsorganisationen nach eigenen Angaben Hunderte Menschen im Mittelmeer gerettet. Die Boote der teilweise verletzten Flüchtlinge seien zuvor in Seenot geraten.
Waldbrände und Temperaturen mit über 40 Grad machen den südlichen Ferienländern Italien, Türkei und Griechenland weiter schwer zu schaffen. In Italien rückte die Feuerwehr binnen 24 Stunden zu rund 800 Einsätzen aus. Die Türkei meldet mindestens sechs Todesopfer.
Die "Ocean Viking" hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen mehr als 570 Menschen aus Seenot gerettet. Allein heute Nacht seien weitere 369 Menschen aus einem Holzboot, das zu kentern drohte, an Bord genommen worden.
Das deutsche Rettungsschiff "Sea-Eye 4" hat mit 400 Migranten den sizilianischen Hafen Pozzallo erreicht. Die Menschen seien aus Seenot im Mittelmeer gerettet worden. Erneut kritisierte die Hilfsorganisation die italienischen Behörden.
Bei einem Bootsunglück im südlichen Mittelmeer sind mindestens 50 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Weitere 33 Menschen wurden von der tunesischen Küstenwache gerettet. Sie stammen aus Bangladesch.
Das deutsche Rettungsschiff "Sea-Eye 4" hat im Mittelmeer in kurzer Zeit mehr als 300 Migranten an Bord genommen. Viele Geflüchtete waren nach Angaben der Organisation in untauglichen Holzbooten unterwegs.
Auf der Flüchtlingsroute nach Spanien ist es erneut zu einem schweren Unglück gekommen: Die spanische Luftwaffe entdeckte 17 Leichen in einem Boot vor den kanarischen Inseln. Nur drei Menschen konnten gerettet werden.
Erfolglos haben Flüchtlingshelfer versucht, zahlreiche Menschen nach einem Bootsunglück zu retten. Bereits am Mittwoch hatten NGOs die Behörden in Libyen und Italien informiert. Doch die reagierten offenbar nicht. Von J. Seisselberg.
Bei einem Bootsunglück nordöstlich von Tripolis sind Berichten zufolge mindestens 120 Menschen ertrunken. Die Hilfsorganisation SOS Mediterranee macht den Behörden schwere Vorwürfe: Niemand sei den Migranten zu Hilfe gekommen.
Vor der tunesischen Hafenstadt Sfax sind mindestens 41 Flüchtlinge ertrunken. Nach Angaben der Vereinten Nationen waren sie auf dem Weg nach Europa, als ihr Boot kenterte. Nur drei Menschen konnten gerettet werden.
Seit wenigen Tagen erst ist die "Sea-Watch 3" wieder in ihrem Einsatzgebiet vor der libyschen Küste. In einem weiteren Einsatz retteten die Helfer 102 Menschen aus Seenot, deren Schlauchboot Luft verloren hatte.
Venedig versunken, Dubrovnik überflutet: Viele UNESCO-Welterbestätten am Mittelmeer sind durch Sturmflut und Küstenerosion bedroht. Das geht aus einer Studie der Uni Kiel hervor. 17.10.2018
Griechenland und Zypern dringen auf Sanktionen gegen die Türkei, weil sie Ankaras Mittelmeer-Bohrmissionen als Expansionspolitik sehen. Der Erdgas-Streit beschäftigt nun auch den EU-Gipfel. Von Karin Senz. 10.12.2020
Der Streit um die Bodenschätze im Mittelmeer ist vertrackt. Sowohl die Türkei als auch Griechenland erheben Anspruch - und das zumindest zum Teil auch zurecht. Von Helga Schmidt.
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