Wähler der Präsidentenwahl in Nordmazedonien | Bildquelle: dpa

Nordmazedonien Stichwahl um die Präsidentschaft

Stand: 22.04.2019 05:18 Uhr

Beim Rennen um das Präsidentenamt kommt es in Nordmazedonien in zwei Wochen zu einer Stichwahl. Dort treffen der Sozialdemokrat Pendarovski und die Kandidatin der Opposition, Davkova, aufeinander.

Bei der Präsidentenwahl in Nordmazedonien hat es noch keinen Sieger gegeben. Da keiner der Kandidaten 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte, ist eine Stichwahl am 5. Mai erforderlich.

Knappes Rennen der beiden Favoriten

Stevo Pendarovski, der für die regierenden Sozialdemokraten ins Rennen ging, und die parteilose, von der nationalistischen Oppositionspartei VMRO-DPMNE unterstützte Gordana Siljanovska-Davkova lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Nach einem Auszählung fast aller Stimmen lagen Pendarovski und Siljanovska-Davkova jeweils zwischen 41 und 42 Prozent. Auf den dritten Kandidaten, den von zwei albanischen Parteien unterstützen Blerim Reka, entfielen 11 Prozent der Stimmen. Der bisherige Präsident, der mit der VMRO-DPMNE verbundene Djordje Ivanov, durfte nach zwei Amtsperioden nicht erneut antreten.

Die Wahlbeteiligung gab die Wahlkommission mit 41 Prozent an. Die Frage kann bei der Stichwahl in zwei Wochen eine entscheidende Rolle spielen. Für diese ist nämlich eine Beteiligung von 40 Prozent vorgeschrieben, damit die Wahl gültig ist.

Der sozialdemokratische Kandidat Stevo Pendarovski bei der Präsidentenwahl in Nordmazedonien | Bildquelle: dpa
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Der Sozialdemokrat Stevo Pendarovski liegt bei den Wahlen knapp vorn.

Die Kandidatin Gordana Siljanovska-Davkova bei der Präsidentenwahl in Nordmazedonien | Bildquelle: dpa
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Nur knapp hinter ihm die parteilose Gordana Siljanovska-Davkova.

Namensstreit im Zentrum der Wahl

Die Wahl gilt als Test für die Regierung des Sozialdemokraten Zoran Zaev, nachdem sich die frühere jugoslawische Republik Mazedonien erst im Februar in Nordmazedonien umbenannt hatte. Siljanovska-Davkova hatte im Wahlkampf die Umbenennung scharf kritisiert, zugleich aber erklärt, die zugrunde liegenden internationalen Abkommen respektieren zu wollen. Pendarovski hatte wiederum angekündigt, den von Nordmazedonien eingeschlagenen Weg in Richtung EU- und NATO-Integration fortsetzen zu wollen.

Das Staatsoberhaupt hat in Nordmazedonien allerdings nur eine protokollarische Funktion. Mit der Umbenennung des Landes wurde der Namensstreit mit Griechenland beigelegt. Athen hatte seit der Unabhängigkeit Mazedoniens vor 27 Jahren darauf bestanden, dass der nördliche Nachbar seinen Namen ändert, weil eine Region im Norden Griechenlands ebenso heißt.

Als EU- und NATO-Mitglied hatte Griechenland mit seinem Veto jede Annäherung Mazedoniens an die westlichen Bündnisse blockiert. Inzwischen ist der Beitritt Nordmazedoniens zur NATO eingeleitet worden.

Knappes Rennen um höchstes Amt geht in zweite Runde
Andrea Beer, ARD Wien
22.04.2019 14:25 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 21. April 2019 um 23:15 Uhr.

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