US-Präsident Donald Trump am Mount Rushmore anlässlich des Unabhängigkeitstags | Bildquelle: REUTERS

Trump-Rede zum Unabhängigkeitstag "Sie wollen uns zum Schweigen bringen"

Stand: 04.07.2020 07:15 Uhr

Trotz Corona-Krise begeht US-Präsident Trump den Nationalfeiertag mit Tausenden Anhängern. Am Mount Rushmore hielt er eine Rede - mit unversöhnlichem Ton. Dabei attackierte er die Teilnehmer der Anti-Rassismus-Proteste.

US-Präsident Donald Trump hat seine erste Ansprache zum Unabhängigkeitstag in diesem Jahr genutzt, um Stimmung gegen die landesweite Protestbewegung gegen Rassismus zu machen.

Es sei eine "gnadenlose Kampagne zur Auslöschung unserer Geschichte" im Gange, sagte er am Nationaldenkmal am Mount Rushmore im US-Bundesstaat South Dakota vor Tausenden Zuschauern.

"Wütende Mobs" versuchten, Statuen der Gründerväter der USA zu Fall zu bringen. Das "starke und stolze" amerikanische Volk werde aber nicht erlauben, ihm die Geschichte und Kultur zu nehmen.

Trauriger US-Rekordwert: Mehr als 52.000 Neuninfektionen innerhalb von 24 Stunden
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.07.2020, Stefan Niemann, ARD Washington

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Trump sieht Versuch, Gesellschaft zu zerstören

Der Angriff auf die "großartige Freiheit muss gestoppt werden und wird sehr schnell gestoppt werden", sagte Trump. Unter dem "Banner der sozialen Gerechtigkeit" werde versucht, sowohl die Gerechtigkeit als auch die Gesellschaft zu zerstören.

Aus den USA solle ein Ort der "Unterdrückung, Herrschaft und Ausgrenzung" gemacht werden. "Sie wollen uns zum Schweigen bringen, aber wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen", sagte Trump.

Das Ereignis am Vorabend des Unabhängigkeitstages stand unter Eindruck der US-Präsidentschaftswahlen am 3. November. "Noch vier Jahre", riefen zahlreiche Anhänger Trumps mit Blick auf seine mögliche Wiederwahl. In landesweiten Umfragen schneidet er allerdings schlecht ab - nicht zuletzt wegen der Corona-Krise.

Stefan Niemann, ARD Washington, über Trumps Wahrnehmung der Corona-Neuinfektionen
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.07.2020

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Coronavirus weiter auf dem Vormarsch

Das neuartige Coronavirus breitet sich in den USA immer stärker aus. Kurz vor der Ankunft von Trump und seiner Frau Melania am Mount Rushmore meldete die Johns-Hopkins-Universität einen neuen Höchststand der täglichen Corona-Neuinfektionen: Demnach wurden binnen 24 Stunden 57.683 neue Corona-Infektionen registriert.

Damit wurden insgesamt bereits 2,79 Millionen Ansteckungen in den USA nachgewiesen. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 728 auf 129.405.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 03. Juli 2020 um 21:45 Uhr.

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