Tornado der Bundeswehr in Jordanien | Bildquelle: dpa

Nach Anti-IS-Einsatz Tornados zurück in Deutschland

Stand: 02.04.2020 08:22 Uhr

Fast 2500 Aufklärungseinsätze in vier Jahren sind die Bundeswehr-Tornados im Rahmen der Anti-IS-Koalition geflogen, nun kehrten die Jets zurück. Ganz verabschiedet sich die Bundeswehr aber nicht aus dem Einsatz.

Vier Aufklärungs-Tornados der Bundeswehr sind nach einem mehr als vierjährigen Einsatz im Rahmen des internationalen Kampfes gegen die IS-Terrormiliz nach Deutschland zurückgekehrt. Sie landeten am Mittwochabend auf ihren Heimatflughäfen in Büchel in der Eifel und in Jagel in Schleswig-Holstein, wie die Luftwaffe mitteilte.

Die zunächst im türkischen Incirlik und später in Jordanien stationierten Tornados absolvierten demnach fast 2500 Einsatzflüge. Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, dankte den beteiligten Soldaten für ihren Einsatz: Ein feierlicher Appell für die Rückkehrer wurde wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt.

Neue Aufgaben stehen an

Die Bundesregierung zog die Kampfflugzeuge auf Drängen der SPD hin ab. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche aber ein Ergänzungsmandat für den Einsatz beschlossen, in dem neue Aufgaben beschrieben sind. So wird die Bundeswehr ein Luftraumüberwachungsradar betreiben und Lufttransporte für Verbündete anbieten. Pläne, wonach die italienische Luftwaffe die Aufgabe in dem Anti-IS-Bündnis übernehmen könnte, sind noch nicht umgesetzt.

Die Bundeswehr unterstützte die internationale Militärkoalition gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak und in Syrien seit Anfang 2016 mit Aufklärungsflügen.

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