Russlands Präsident Wladimir Putin im russischen Sicherheitsrat. | Bildquelle: VIA REUTERS

Nach US-Raketentest Putin kündigt "symmetrische Antwort" an

Stand: 23.08.2019 13:33 Uhr

Nach dem Test einer US-Mittelstreckenrakete hat Russlands Präsident Putin angekündigt, in gleicher Stärke zu reagieren. Die USA zeigten damit ihre Absicht, Russland bedrohende Waffensysteme zu stationieren.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, mit einer "symmetrischen Antwort" auf den jüngsten US-Raketentest zu reagieren. Er habe das Militär angewiesen, die Bedrohungslage durch neue US-Raketen zu analysieren und entsprechende Gegenmaßnahmen vorzubereiten, sagte Putin im russischen Sicherheitsrat.

Der Test zeige, dass die wahre Absicht der USA eine Stationierung verbotener Waffensysteme in verschiedenen Teilen der Welt sei - und beweise, dass die USA den INF-Vertrag verletzt hätten. Zudem betreffe die ins Spiel gebrachte Verlegung neuer Raketen in den Pazifikraum aufgrund der geographischen Nähe russische Kerninteressen.

Putins Reaktion auf Abschuss einer US-Mittelstreckenrakete
tagesschau 20:00 Uhr, 23.08.2019, Ina Ruck, ARD Moskau

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INF-Vertrag hätte Raketentest verboten

Der 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschlossene Vertrag sah vor, dass beide Staaten auf landgestützte Marschflugkörper und Raketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern verzichten. Damit sollte die Möglichkeit zu einem Nuklearangriff mit kurzer Vorlaufzeit eingeschränkt werden.

Die USA hatten Russland mehrfach vorgeworfen, den Vertrag zu verletzen, und hatten ihn zum 2. August aufgekündigt. Etwa zwei Wochen später testeten sie eine landgestützte konventionelle Rakete mit mehr als 500 Kilometern Reichweite vor der kalifornischen Küste - gemäß INF-Vertrag wäre dieser Test verboten gewesen.

US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte die Entwicklung neuer US-Raketensysteme bereits direkt nach Vertragsende angekündigt. Ob und wo die Raketen stationiert werden sollen, ist unklar. Laut Esper streben die USA eine rasche Verlegung nach Asien an, um China militärisch etwas entgegenzusetzen.

Gegenseitige Vorwürfe im UN-Sicherheitsrat

Bei einer Sitzung im UN-Sicherheitsrat hatten die USA und Russland einander vorgeworfen, ein neues Wettrüsten anzuheizen. Der stellvertretende russische UN-Botschafter Dmitri Poljanski sagte, der Test einer US-Mittelstreckenrakete vor wenigen Tagen zeige, dass die USA "bereit für einen neuen Rüstungswettlauf" seien. Russland dagegen setze auf einen "ernsthaften Dialog" zur Rüstungskontrolle.

US-Diplomat Jonathan Cohen entgegnete, Russland und China würden von den USA Zurückhaltung bei der Rüstung erwarten, während sie selbst "unvermindert und unverfroren" Aufrüstung betrieben. Der US-Waffentest vom vergangenen Sonntag sei "weder provokativ noch destabilisierend".

Putin kündigt nach US-Waffentest "gleichartige Antwort" an
Markus Sambale, ARD Berlin
23.08.2019 19:23 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. August 2019 um 14:00 Uhr.

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