Blick auf den Vulkan Taal | Bildquelle: AP

Philippinen Alarmierende Risse am Vulkan

Stand: 14.01.2020 14:09 Uhr

Ein Ausbruch des Vulkans Taal auf den Philippinen könnte unmittelbar bevorstehen, warnt die Vulkanbehörde. Risse in Felsen und Boden deuteten darauf hin. Noch immer sind Hunderttausende Menschen in der Gefahrenzone.

Die philippinische Vulkanbehörde Phivolcs warnt vor einem unmittelbar bevorstehenden Ausbruch des Vulkans Taal und fordert die schnelle Evakuierung der Menschen in einem Umkreis von 14 Kilometern des Feuerbergs. Hunderte Risse in Felsen und Boden in der Umgebung des Vulkans seien Anzeichen für einen baldigen Ausbruch, warnte Philvolcs auf seiner Webseite.

Innerhalb von acht Stunden verzeichneten die Behörden etwa 50 vulkanische Beben, was auf steigendes Magma hindeutet. Sie warnten vor starkem Ascheregen in den Dörfern nahe dem Vulkan.

Ein Mann geht über eine mit Asche bedeckte Straße | Bildquelle: AP
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Alles ist grau vom Aschregen: Etliche Menschen halten sich noch in der unmittelbar gefährdeten Zone auf.

Gefährliches Gemisch

500 Meter hohe Lavafontänen des Taal erzeugen nach Angaben der Experten von Phivolcs mehr als 2000 Meter hohe Dampfwolken. Darüber hinaus stoße der Vulkan täglich 5300 Tonnen Schwefeldioxid aus, was zu Hautreizungen und Schädigungen von Augen und Atemwegen führen kann. Der Ascheregen reicht bis in die 66 Kilometer entfernte philippinische Hauptstadt Manila.

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Vulkan Taal spuckt Asche und Lava

Menschen auf Bootssteg vor großer Aschewolke

Der Vulkan Taal auf den Philippinen spuckt Asche und Lava. Tausende Bewohner der Provinzen Batangas und Cavite müssen ihren Häuser verlassen. | Bildquelle: AFP

40.000 Menschen bereits in Notunterkünften

Nach Angaben des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) leben in der unmittelbar gefährdeten 14-Kilometer-Zone 460.000 Menschen. Mehr als 40.000 Menschen haben bereits in Notunterkünften Schutz gesucht. Die Zahl dürfte weiter steigen, wie der philippinische Katastrophenschutz mitteilte. In vielen Gemeinden und Städten wie auch in der Hauptstadt Manila wurden Schulen aus gesundheitlichen Gründen geschlossen.

Viele Flugausfälle - 80.000 Passagiere betroffen

Die Aschewolken sorgten außerdem für über 500 Flugausfälle oder Verspätungen. Rund 80.000 Passagiere waren von den Ausfällen und Verzögerungen am Flughafen betroffen, wie Airport-Chef Ed Monreal der Nachrichtenagentur AP sagte.

Seit Beginn der sogenannten phreatischen Eruptionen am Sonntag - also einer Wasserdampfexplosion im Zusammenhang mit magmatischer Tätigkeit - seien laut Vulkanbehörde mehr als 200 vulkanische Erdbeben registriert worden.

Vulkan Taal spuckt weiterhin Lava und Asche
tagesschau 09:00 Uhr, 14.01.2020

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Vulkan Taal ist schon 33 Mal ausgebrochen

Der Taal liegt auf der philippinischen Hauptinsel Luzon in der Provinz Batangas. Er ist ein beliebtes Ziel von Touristen, vor allem wegen des im Vulkankessel gelegenen Sees samt Insel.

Der Vulkan ist derzeit so gefährlich aktiv wie seit 40 Jahren nicht. Er ist nach dem Mayon der zweitaktivste Vulkan der Philippinen. Seit dem Jahr 1572 ist er insgesamt 33 Mal ausgebrochen. Der bislang letzte große Ausbruch war 1977, der verheerendste 1911, damals starben mehr als 1300 Menschen.

Karte: Pazifischer Feuerring, Philippinen, Asien, Südamerika, Nordamerika | Bildquelle: ARD aktuell
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Der Feuerring im Pazifik

Für die etwa 100 Millionen Menschen auf den Philippinen ist das Rumoren des Taal nichts Ungewöhnliches: Zuletzt trieb der Vulkan Mayon im Januar 2018 Zehntausende Menschen auf den Philippinen in die Flucht, nachdem er Millionen Tonnen Asche, Steine und Lava in die Luft geschleudert hatte. Der Inselstaat liegt auf dem Pazifischen Feuerring - der geologisch aktivsten Zone der Erde mit mehr als 450 Vulkanen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Januar 2020 um 09:00 Uhr.

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