Eine Pflegerin bereitet in Ramat Gan eine Impfung vor. | AFP

Omikron-Ausbreitung Israel startet mit vierter Impfung

Stand: 31.12.2021 11:16 Uhr

Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus startet Israel jetzt mit der Verabreichung einer vierten Impfdosis. Genehmigt wurde sie für Menschen mit Immunschwäche, Senioren und Mitarbeiter in Pflegeheimen.

Israel hat mit vierten Impfungen gegen des Coronavirus für Menschen mit Immunschwäche begonnen. Am Morgen seien die ersten Patienten mit Lungen- und Herztransplantationen geimpft worden, teilte das Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv mit.

Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Nachman Asch, hatte am Donnerstag erklärt, dass vorerst nur Menschen mit Immunschwäche eine vierte Dosis des Corona-Impfstoffes bekommen sollen. Jetzt hieß es, dass Asch die Vergabe der vierten Impfung zudem generell in Pflegeeinrichtungen für Senioren und für Mitarbeiter genehmige.

Hintergrund sei die Sorge vor Ausbrüchen in diesen Einrichtungen und die Gefahr für die Gesundheit und das Leben der Bewohner.

Ein Expertengremium hatte angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante zuvor empfohlen, neben Immungeschwächten auch Menschen über 60 und medizinisches Personal zum vierten Mal zu impfen. Asch sagte, er sei noch nicht überzeugt, dass dies bereits notwendig sei. Man wäge aber jeden Tag neu das weitere Vorgehen ab.

60 Prozent gelten als vollständig geimpft

Israel hat die vierte Corona-Welle bereits hinter sich, zuletzt sind die Infektionszahlen jedoch wieder massiv gestiegen. Nur rund 60 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten noch als vollständig geimpft. Dies sind zweifach Geimpfte bis zu sechs Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Booster-Impfung. 31 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft, bei neun Prozent ist die Gültigkeit der Impfung schon abgelaufen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Dezember 2021 um 12:15 Uhr.