Einsatzkräfte arbeiten nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs an der Unfallstelle. | Bildquelle: dpa

Nahe Umeå Tote bei Absturz in Schweden

Stand: 14.07.2019 18:44 Uhr

In der nordschwedischen Region Västerbotten ist ein Kleinflugzeug abgestürzt. Alle neun Insassen kamen dabei ums Leben. An Bord waren offenbar Fallschirmspringer. Die Absturzursache ist noch unklar.

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs für Touristenflüge in Nordschweden sind neun Menschen ums Leben gekommen. Alle Insassen seien bei dem Unglück gestorben, sagte eine Sprecherin der Regionalverwaltung von Västerbotten.

Unglück kurz nach dem Start

Die Ursache des Unglücks in der Nähe der Stadt Umeå ist unklar. Die Polizei teilte mit, ersten Erkenntnissen zufolge sei das Flugzeug vom Typ GippsAero GA8 am frühen Nachmittag kurz nach dem Start südlich der Start- und Landebahn des Flugplatzes von Umeå verunglückt.

Die Maschine stürzte demnach auf die Insel Storsandskär knapp zwei Kilometer südlich des Flughafens. Das Unglücksgebiet wurde weiträumig abgesperrt. Die Angehörigen der Todesopfer wurden nach Angaben der Region bereits unterrichtet.

Nach Angaben der Zeitung "Aftonbladet" waren Fallschirmspringer an Bord des Flugzeugs. Die Zeitung veröffentlichte eine kurze Aufnahme eines Augenzeugen, das zeigte, wie das Sportflugzeug mit hoher Geschwindigkeit und der Nase voran gen Boden stürzt.

Ein Augenzeuge sagte der Zeitung "Dagens Nyheter", der Motor habe ein "sonderbares Geräusch" gemacht. Das Flugzeug sei ins Trudeln geraten. Zunächst habe er an einen Kunstflug gedacht, doch "es war schnell klar, das war es nicht".

Löfven spricht Angehörigen Beileid aus

Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven sprach den Familien der Toten sein Beileid aus. Er sei in dieser schweren Stunde in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen, teilte der Regierungschef mit.

Umeå liegt ungefähr 500 Kilometer nördlich von Stockholm in der Provinz Västerbotten. Die Stadt hat mit ihren 80.000 Bewohnern in etwa so viele Einwohner wie Wilhelmshaven oder Gießen.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 14. Juli 2019 um 18:00 Uhr.

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