Ein Wagen der US-Bundespolizei FBI. | Bildquelle: REUTERS

Festnahme in Kalifornien Armee-Veteran plante Racheanschlag

Stand: 30.04.2019 02:09 Uhr

Ein Veteran der US-Armee wollte offenbar Rache üben für den Anschlag von Christchurch. FBI-Ermittler stoppten seine Pläne für ein Attentat auf eine Kundgebung von Rechtsextremen und nahmen den Mann fest.

Ein US-Armeeveteran ist in Kalifornien wegen mutmaßlicher Planungen für einen massiven Anschlag festgenommen worden. Ermittler teilten mit, der 26-Jährige habe in Long Beach nahe Los Angeles am vergangenen Wochenende mit einem Sprengsatz zahlreiche Menschen töten wollen. Damit habe er Rache für die Anschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch üben wollen, bei denen Mitte März 50 Menschen getötet worden waren. 

Der am Freitag festgenommene Mann habe sich gegenüber einem verdeckten Ermittler der Bundespolizei FBI zum muslimischen Glauben bekannt und seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht, als Märtyrer seiner Religion zu sterben, hieß es. Der Verdächtige war den Angaben zufolge als US-Soldat in Afghanistan im Kampfeinsatz.

Verdeckter Ermittler überführte den Mann

Der Verdächtige wurde am Freitag festgenommen, nachdem ein Informant der Bundespolizei FBI mit ihm kommuniziert hatte. Ein Ermittler des FBI betonte, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden habe. Der Mann soll sich den Sicherheitsbehörden zufolge in Beiträgen im Internet zu einer extremistischen Form des Islam bekannt haben und mit Gewalt gedroht haben.

Daraufhin habe ein Informant des FBI Kontakt zu ihm aufgenommen und sich mehrfach mit ihm getroffen, hieß es in der Mitteilung des Justizministeriums. Bei dem ersten Treffen habe der 26-Jährige über verschiedene Anschlagsziele gesprochen, bei einer weiteren Begegnung habe er seine Unterstützung für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekundet. Der Verdächtige habe dann geplant, eine Kundgebung von Rechtsextremen anzugreifen, und den Informanten beauftragt, einen Bombenbauer ausfindig zu machen.

15 Jahre Haft drohen

Ein verdeckter Ermittler des FBI habe ihm schließlich am Freitag einen nicht funktionsfähigen Sprengsatz übergeben. Gegen den 26-Jährige wurde Anklage wegen der Unterstützung von Terroristen erhoben. Sollte er verurteilt werden, könnte ihm eine Gefängnisstrafe von bis zu 15 Jahren drohen.

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