Dorfbewohner warten außerhalb ihrer Häuser. | Bildquelle: AFP

Pazifischer Feuerring Tote bei Erdbeben in Ostindonesien

Stand: 15.07.2019 12:49 Uhr

Zwei Tote, mehr als 160 zerstörte Häuser sowie 2000 Menschen in Notunterkünften - das ist die bisherige Bilanz des schweren Erdbebens in Ostindonesien. Die Behörden schlossen nicht aus, dass die Opferzahl noch steigen könnte.

Im Osten Indonesien sind bei dem schweren Erdbeben zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde wurden zwei Frauen von einstürzenden Gebäuden erschlagen.

Der Sprecher der Behörde Agus Wibowo schloss nicht aus, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte: "Wir wünschen uns keine weiteren Opfer, aber wir können diese Möglichkeit nicht ausschließen, da der Zugang zum Gebiet schwierig ist und wir noch nicht alle Daten zu den Opfern sammeln können."

Die am schwersten betroffenen Regionen könnten nur per Schiff oder Kleinflugzeug erreicht werden, fügte er hinzu.

Etliche Gebäude zerstört

Etwa 160 Gebäude seien bei dem Beben der Stärke 7,3 vom Sonntag zerstört worden. Allein in dem Dorf Saketa seien zwei Brücken und etwa 58 Häuser beschädigt worden, so die Behörde. 2000 Menschen seien in Notunterkünfte geflohen. Die Behörden erklärten, es bestehe nach dem Beben keine Tsunamigefahr. Dennoch versuchten viele Einwohner hektisch, in höher gelegene Gebiete zu kommen.

Bewohner in Ost-Indonesien verbrachten nach dem Erdbeben die Nacht im Freien | Bildquelle: AP
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Bewohner flüchteten aus ihren Häusern und verbrachten die Nacht im Freien.

Der Erdbebenherd habe auf der Inselkette Maluku in nur zehn Kilometern Tiefe gelegen, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Fernsehaufnahmen zeigten am Menschen, die in der Provinzhauptstadt Ternate in Panik auf die Straße rannten.

65 Nachbeben

Dem Beben vom Sonntag folgten mindestens 65 kleinere Nachbeben. In der Provinz hatte es erst vor rund einer Woche ein Beben der Stärke 6,9 gegeben, ohne aber schwerere Schäden zu verursachen.

Erdbeben erschüttert Indonesien (unkommentiertes Video)
14.07.2019, AFP

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Beben auch auf den Philippinen

Auch auf den Phillippinen hatte am Samstag die Erde gebebt. Mindestens 25 Menschen wurden dabei verletzt. Zahlreiche Häuser, Wohnungen und öffentliche Gebäude wurden laut Zivilschutz bei dem Beben der Stärke 5,5 am frühen Morgen beschädigt.

Die Philippinen und Indonesien liegen am Pazifischen Feuerring, an dem sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen. Dort stoßen tektonische Platten aufeinander, die immer wieder für schwere Erschütterungen sorgen. Bei einem Beben der Stärke 7,5 und einem anschließenden Tsunami waren im September 2018 auf der indonesischen Insel Sulawesi mehr als 2200 Menschen ums Leben gekommen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. Juli 2019 um 10:00 Uhr.

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