Polizisten im Einsatz in El Paso nach den tödlichen Schüssen im Supermarkt | Bildquelle: IVAN PIERRE AGUIRRE/EPA-EFE/REX

Mindestens 20 Tote Festnahme nach Massaker in El Paso

Stand: 04.08.2019 07:20 Uhr

Mindestens 20 Menschen sind bei einer Attacke auf ein Einkaufszentrum in El Paso getötet worden. Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Die Polizei hält einen rassistischen Hintergrund für möglich.

Von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Es hätte ein Tag sein sollen, an dem Menschen entspannt shoppen gehen, sagte der Gouverneur von Texas, Greg Abbott. Stattdessen sei es einer der schlimmsten Tage in der Geschichte des Bundesstaates geworden. Abbott bestätigte die hohe Zahl der Toten.

Zudem schweben noch immer Verletzte in Lebensgefahr. In den Krankenhäusern der Stadt sitzen Angehörige in überfüllten Wartezimmern und hoffen, dass verletzte Verwandte und Freunde durchkommen.

20 Tote nach Angriff auf Einkaufszentrum in Texas
tagesschau 13:15 Uhr, 04.08.2019, Stefanie Dodt, ARD Mexiko, zzt. El Paso

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Versteck in Transportcontainern

Gegen zehn Uhr Ortszeit ging der erste Notruf bei der Polizei in El Paso ein: Schüsse in einem Supermarkt, in der der Nähe einer belebten Mall. Kianna Long war mit ihrem Mann einkaufen, erzählte die junge Frau sichtbar mitgenommen im Lokalfernsehen: 

"Die Leute rannten und riefen, da sei ein Attentäter. Wir liefen in Richtung Lager und forderten andere auf zu fliehen. Die Angestellten sagten, wir sollen uns in den Transportcontainern verstecken, mit denen sonst Waren angeliefert werden."

Der Attentäter war mit einem Sturmgewehr bewaffnet. Er schoss offenbar nicht nur im Supermarkt auf Kunden und Angestellte, sondern auch auf dem Parkplatz davor. Glendon Oakley beschreibt einer Reporterin vor Ort die Panik, die in der benachbarten Mall entstanden war: "Ich habe eine ganze Gruppe von Kindern gesehen, die ohne Eltern da standen. Ich habe so viele geschnappt wie ich konnte und bin losgerannt. Das war alles, was ich für die Kinder tun konnte."

Möglicher rassistischer Hintergrund

Bei dem Mann, der nach dem Massaker in El Paso festgenommen worden ist, handelt es sich nach Behördenangaben um einen 21-jährigen Weißen. Die Strafverfolgung werde sich nicht nur auf den Vorwurf des Mordes, sondern auch auf den eines Hassverbrechens konzentrieren, sagte der texanische Gouverneur Greg Abbott. Das deutet darauf hin, dass es sich möglicherweise um einen rassistischen Hintergrund handeln könnte.

Polizeichef Greg Allen sagte, es gebe ein Manifest, das womöglich auf ein Hassverbrechen schließen lasse. Es sei allerdings noch nicht bestätigt, ob das Manifest tatsächlich von dem Verdächtigen stamme. Der mutmaßliche Todesschütze habe sich der Polizei ergeben.

FBI ermittelt - Täter könnte aus Hass gehandelt haben

Die Polizei sperrte später das gesamte Gebiet weiträumig ab und konnte den mutmaßlichen Attentäter festnehmen. Beamte beschreiben den Mann als 21-jährigen weißen Amerikaner aus Dallas. Es gebe den Verdacht, dass der Tatverdächtige aus Hass gehandelt habe, erklärte Polizeichef Greg Allen. Das FBI ermittelt, ob die Tat einen terroristischen Hintergrund hat. 

Protest gegen Waffenbesitz in El Paso | Bildquelle: dpa
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Nach dem Massaker in El Paso protestieren Demonstranten gegen Waffenbesitz.

Die Berichte seien schrecklich, twitterte US-Präsident Donald Trump. Gott möge allen beistehen.

Demokrat: US-Administration versagt beim Schutz von Leben

Dem Texaner Beto O'Roucke, der sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bemüht und aus El Paso kommt, versagte bei einem Auftritt in Las Vegas zwischendurch die Stimme. "Ich bin tief betrübt. Aber ich sage Ihnen, El Paso ist der standhafteste Ort in der Welt. Die Gemeinschaft wird zusammenstehen. Ich werde jetzt zurückkehren."

Zuvor hatte er im Netz getextet: Das Attentat erinnere daran, dass die US-Administration ihren einfachsten Aufgaben nicht nachkommt, nämlich das Leben von Amerikanern zu schützen.

Erst vor einer Woche hatte ein 19-Jähriger im kalifornischen Gilroy bei einem Amoklauf drei Menschen getötet. Zu den Todesopfern gehörten ein sechsjähriger Junge und ein 13-jähriges Mädchen.

Was ist bekannt nach Attentat von El Paso
Torsten Teichmann, ARD Washington
04.08.2019 06:33 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 03. August 2019 um 23:14 Uhr. Zudem berichtete über dieses Thema Deutschlandfunk am 04. August 2019 um 07:08 Uhr in der Sendung "Information und Musik".

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