Auswärtiges Amt

In Luxor festgenommen Ägypten weist 18-Jährigen nach Deutschland aus

Stand: 14.01.2019 13:33 Uhr

Ägypten hat einen weiteren Mann abgeschoben, der im Verdacht stehen soll, Kontakte zur Terrormiliz IS zu haben. Der 18-Jährige aus Gießen ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes inzwischen wieder in Deutschland.

Ein in Ägypten festgenommener Deutscher ist wieder daheim. Der Mann sei in der vergangenen Nacht nach Deutschland zurückgekehrt, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Ägyptischen Sicherheitskreisen zufolge steht der 18-Jährige aus Gießen im Verdacht, Anschluss an Kämpfer der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gesucht zu haben.

Der junge Mann wollte in Kairo seinen Großvater besuchen. Er war direkt nach seiner Einreise Mitte Dezember in Luxor spurlos verschwunden. Erst vergangene Woche hatte das Auswärtige Amt bestätigt, das er sich in Gewahrsam der ägyptischen Polizei befindet. Die staatlich gelenkte ägyptische Zeitung "Al-Ahram" berichtet, er habe Online-Kontakte zu IS-Mitgliedern und sei nach Ägypten gekommen, um sich Terroristen im Norden der Sinai-Halbinsel anzuschließen. Zu den Vorwürfen äußerte sich das Auswärtige Amt nicht.

Weiterer Mann war am Freitag freigelassen worden

Am Freitag war bereits ein 23-jähriger Mann aus Göttingen aus Ägypten nach Deutschland abgeschoben worden. Auch er steht laut ägyptischen Sicherheitskreisen unter Terrorverdacht. Er war im Dezember am Flughafen von Kairo festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft Celle prüft nach Angaben vom Freitag, ob gegen den Mann "Anhaltspunkte für hier verfolgbare Straftaten vorliegen"

Ägypten schiebt Mann aus Gießen ab - angeblich Terrorverdacht
Jürgen Stryjak, ARD Kairo
14.01.2019 15:25 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 14. Januar 2019 um 12:45 Uhr.

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