Krawalle in Chile

Demonstration gegen Regierung Toter bei Krawallen in Chile

Stand: 22.05.2016 03:45 Uhr

In Chile sind Proteste gegen die Regierung eskaliert. Als Präsidentin Bachelet in der Nationalversammlung ihr Rede zur Lage der Nation hielt, steckten Regierungsgegner draußen Gebäude in Brand. Ein Mensch starb.

Während Krawallen am Rande einer Rede zur Lage der Nation von Chiles Präsidentin Michelle Bachelet im Nationalkongress ist ein Sicherheitsmann ums Leben gekommen. Demonstranten warfen Molotowcocktails, mehrere Gebäude in Valparaíso, wo sich der Nationalkongress befindet, gingen in Flammen auf. Wie das Portal "La Tercera" berichtete, starb der 71-jährige Wachmann im Krankenhaus an den Folgen einer Rauchvergiftung.

Bachelet verurteilte die Gewalteskalation scharf: Die Täter respektierten die Demokratie nicht. Innenminister Jorge Burgos betonte: "Alle haben das Recht zu demonstrieren, aber diejenigen, die für diese Aktionen verantwortlich sind, werden zur Rechenschaft gezogen."

Während der alljährlichen Rede zur Lage der Nation gehen in Chile traditionell die Regierungsgegner auf die Straße. Bachelets Kabinettschef Marcelo Díaz warf den Gewalttätern vor, sich unter eine Gruppe friedlicher Demonstranten gemischt und Auseinandersetzungen provoziert zu haben. Vor dem Gebäude des Nationalkongresses demonstrierten soziale Bewegungen und Studenten für mehr Sozialreformen.

Bachelet warb in ihrer Rede für einen Pakt, um die Wirtschaftsleistung zu steigern. Chile setzt stark auf Freihandel mit anderen Staaten, im Gegensatz zu anderen Ländern der Region wuchs die Wirtschaft 2015 noch um über zwei Prozent. Es gibt aber Kritik an der ungleichen Reichtumsverteilung.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. Mai 2016 um 09:00 Uhr.

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