Dunkle Wolken über VW-Logo | Bildquelle: dpa

Beschleunigte Umstrukturierung Bei VW droht weiterer Stellenabbau

Stand: 06.12.2018 15:10 Uhr

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs. Bis zum Jahr 2022 sollen weitere drei Milliarden Euro im Konzern eingespart werden - auch Personal könnte abgebaut werden.

Volkswagen will die Kosten bei seiner Kernmarke VW stärker senken als bislang geplant: Insgesamt sollen zusätzliche drei Milliarden Euro bis 2022 eingespart werden, kündigte Finanzvorstand Arno Antlitz an. Auch einen Stellenabbau schloss er nicht aus.

Antlitz wollte allerdings nicht sagen, wie viele Beschäftigte gehen müssen. "In der Verwaltung haben wir eine große Chance zur Verschlankung", sagte er jedoch.

VW-Fahrzeuge stehen im Hafen in Emden zur Verschiffung bereit. | Bildquelle: dpa
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VW-Fahrzeuge im Hafen in Emden: Der Konzern will sein Renditeziel früher als geplant erreichen.

Renditeziel wird vorgezogen

Das Management von Volkswagen hatte sich bei dem vor zwei Jahren mit der Arbeitnehmervertretung geschlossenen Zukunftspakt bereits vorgenommen, die Kosten bis 2020 um drei Milliarden Euro im Jahr zu senken. Davon sollten bis Ende 2018 gut 2,2 Milliarden Euro in trockenen Tüchern sein.

Zugleich wurde damals vereinbart, das Personal an den deutschen Standorten um ein Fünftel beziehungsweise 23.000 Stellen zu senken. Das will VW vor allem über natürliche Fluktuation und Altersteilzeit erreichen. Gleichzeitig bauen die Wolfsburger 9000 Stellen in der Elektromobilität auf. Das Renditeziel von mindestens sechs Prozent soll nun um drei Jahre auf 2022 vorgezogen werden.

Weniger Modelle

VW will in Zukunft weniger Modelle und Varianten anbieten. Ein Viertel der Motoren und Getriebe soll aus dem Katalog fallen. Auch die Kosten für Zulieferer sollten weiter gesenkt werden.

Gleichzeitig soll stärker auf Elektromobilität gesetzt werden. Die Marke hat aktuell nur zwei reine E-Autos im Programm. Bis 2025 sollen es 20 werden, von denen VW pro Jahr rund eine Million verkaufen will.

Der Umbau des Werkes Zwickau zur reinen E-Auto-Fabrik läuft bereits, zusätzlich werden die Werke in Emden und Hannover ab 2022 auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umgestellt.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 06. Dezember 2018 um 14:15 Uhr.

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