Ein Airbus A350 bei einer Vorführung über dem Flughafen Le Bourget (Archiv 2019) | Bildquelle: AFP

Streit um Subventionen USA erhöhen Airbus-Zölle

Stand: 15.02.2020 02:32 Uhr

Im Streit um rechtswidrige EU-Subventionen für den Airbus-Konzern erhöht die US-Regierung die Zölle von zehn auf 15 Prozent. Die Maßnahme soll in rund einem Monat in Kraft treten.

Die USA erhöhen die Zölle auf Airbus-Flugzeuge von derzeit zehn auf 15 Prozent. Die Maßnahme trete am 18. März in Kraft, teilte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer mit. Die USA seien weiterhin dazu bereit, den Streit auf dem Verhandlungsweg zu lösen.

Die Welthandelsorganisation (WTO) hatte der EU vorgeworfen, Subventionen für Airbus nicht vollständig abgebaut zu haben. Hintergrund ist ein rund 15-jähriger Streit über staatliche Hilfen sowohl für Airbus als auch den US-Rivalen Boeing, die die WTO jeweils für unzulässig erklärte.

Die EU wartet auf die WTO-Entscheidung

Washington hatte Ende vergangenen Jahres von der WTO das Recht bekommen, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben.

Die EU ihrerseits wartet noch auf eine Entscheidung der WTO zu unerlaubten Subventionen für Boeing. Ein Schlichter soll die Höhe erlaubter EU-Vergeltungszölle festlegen.

US-Regierung erhöht die Zölle auf europäische Flugzeuge
Katrin Brand, ARD Washington
15.02.2020 06:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Februar 2020 um 04:55 Uhr.

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